InterviewAlles eine Frage der Zeit: Rachel McAdams | FILMREPORTER.de
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Interview

Rachel McAdams bei Photocall zu "Für immer Liebe" in München
'Ich bin kein Gewohnheitsmensch'

Rachel McAdams sucht Herausforderungen

Können Sie sich die bildhübsche Rachel McAdams als unscheinbares Mädchens vorstellen? In Richard Curtis "Alles eine Frage der Zeit" spielt die 34-Jährige ein Mauerblümchen. Sie verkörpert in der romantischen Komödie eine junge Frau, für die der Protagonisten durch die Zeit reist, um ihr Herz zu erobern. Im Interview mit Filmreporter.de verrät McAdams, ob sie selbst in die Vergangenheit reisen würde und welche Momente in ihrem Leben sie gerne noch mal erleben würde. Außerdem erzählt sie uns, warum sie als Kind für Ralph Macchio schwärmte und heute nicht Hüte, sondern Regisseure sammelt.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de, 22. Oktober 2013

Rachel McAdams und Domhnall Gleeson in "Alles eine Frage der Zeit"

Rachel McAdams und Domhnall Gleeson in "Alles eine Frage der Zeit"

Traumfrau: schön, klug, verständnisvoll?
Ricore: Sie spielen in "Alles eine Frage der Zeit" die Traumfrau eines jeden Mannes: schön, klug, verständnisvoll.

Rachel McAdams: Sind Sie schon der Freundin von Regisseur Richard Curtis begegnet? Sie ist eine der wunderbarsten Frauen, die ich je gesehen habe. Ich musste also einem großen Vorbild gerecht werden. Ich habe es zumindest versucht, bin wohl aber nicht einmal annähernd an sie herangekommen.

Ricore: Wie haben Sie sich auf eine Figur vorbereitet, die ein großer Fan von Kate Moss ist?

McAdams: (lacht). Ich habe das Werk von Mario Testino studiert [Modefotograf, zu dessen Models auch Moss gehörte; Anm. der Redaktion]. Außerdem habe ich mich viel mit Richard über diesen Aspekt unterhalten. Er ist der eigentliche Fan von Kate Moss. Er hat es mir aber nicht erzählt, sondern seine Freundin (lacht).

Ricore: Was würden Sie in Ihrem Leben ändern, wenn Sie die Möglichkeit hätten, in die Vergangenheit zu reisen?

McAdams: Ich hätte Angst, etwas zu verändern, weil sonst alles durcheinander geraten würde. Darum geht es ja auch im Film. Ich würde vielleicht die Art und Weise verändern, wie ich bestimmte Charaktere gespielt habe. Manchmal wache ich ein Jahr nach einem Film auf und denke mir: 'Jetzt hab ich's verstanden'. Schauspieler haben oft dieses Gefühl. Sobald die Szene im Kasten ist, möchten sie sie noch einmal drehen. Das ist neurotisch.

Ricore: Schwelgen Sie gedanklich gerne in der Vergangenheit?

McAdams: Ja, das tue ich tatsächlich. Ich bekenne mich schuldig. Die Erinnerung ist manchmal ein schöner Ort, den man besuchen kann. Der Grund, wieso es so viele Filme über Zeitreisen gibt, liegt daran, dass es eine verführerische Idee ist.

Ricore: Haben Sie Richard Curtis gefragt, warum im Film nur Männer die Fähigkeit besitzen, in der Zeit zu reisen?

McAdams: (lacht) Der Film fing mit einem lustigen kleinen Scherz an, der sich dann weiterentwickelte. Ich schätze an diesem Film vor allem die Tatsache, dass der Zeitreise-Aspekt sehr einfach gehalten wird. Es ist kein aufwendiges und ernstes Science-Fiction-Element. Vor diesem Hintergrund war es einfach, sich von diesem Thema zu entfernen, was für die Handlung des Films notwendig war.

Ricore: Welche Momente in Ihrem Leben würden Sie gerne noch einmal erleben?

McAdams: Die Zeit mit meiner Familie oder als ich auf dem College war. Vielleicht auch die Zeit, als ich das erste Mal als Kind in einem Shakespeare-Stück auftrat.

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