Interview
Walt Disney/Getty Images
Daisy Ridley in "Star Wars: Das Erwachen der Macht 3D"
'Mein erster Tag war angsteinflößend'
Daisy Ridley: Stern im "Star Wars"-Universum
Viel ist über "Star Wars: Das Erwachen der Macht 3D" nicht durchgesickert. Einzelheiten über den Inhalt des lang ersehnten Science-Fiction-Spektakels werden wie ein Staatsgeheimnis gehütet. Eines ist aber schon jetzt klar: Die weibliche Figur Rey wird das neue Gesicht der Reihe. Gespielt wird die Frau, die auf Seiten der Rebellen gegen das Imperium kämpft, von der britischen Nachwuchsdarstellerin Daisy Ridley. Filmreporter.de hat sich mit der 23-Jährigen unterhalten und sie rund um den siebten Teil der "Star Wars"-Saga befragt.
Von  Julia Manfredi, Filmreporter.de,  15. Dezember 2015
Walt Disney/Getty Images
Daisy Ridley auf Promotiontour für "Star Wars: Das Erwachen der Macht 3D"
Ich war nie ein großer Fan
Ricore Text: Miss Ridley, mit ihrem Charakter Rey kommt eine Menge Frauenpower in die "Star Wars"-Reihe. Wie gehen Sie mit dieser Herausforderung um?

Daisy Ridley: Prinzessin Leia und Carrie [Fisher; Red.] sind in den letzten 30 Jahren eine Inspirationsquelle für viele Frauen gewesen. Soweit ist es mit mir noch nicht, trotzdem hoffe ich, dass auch Rey zu einer solch kraftvollen Figur werden wird. Ich schätze, dass sie durchaus ihre Wirkung haben wird. Sie ist mutig und verletzlich und sehr nuanciert gezeichnet. Es war sehr aufregend, so eine Rolle zu spielen. Sie ist für den Film nicht wichtig, weil sie eine Frau ist, sie ist einfach wichtig. Sie wird sowohl Männer als auch Frauen ansprechen.

Ricore: Beschreiben Sie Ihre ersten Tage auf dem Set! Wie war es, mit so vielen Filmlegenden zusammenzuarbeiten?

Ridley: Mein erster Tag war ziemlich angsteinflößend. Ich hatte vorher nicht viele Filme gedreht. Offensichtlich haben einige Menschen in mir etwas gesehen, was nicht einmal ich sah. Ich bin mir heute noch nicht sicher, ob es wirklich da ist. Der Gedanke, das Potential nicht zu erfüllen, machte mir große Angst.

Ricore: Viele Fans der "Star Wars"-Reihe haben sich nach "Star Wars: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi Ritter" gefragt, wie es mit der Handlung und den Charakteren weitergeht. Wie war es bei Ihnen?

Ridley: Ich war nie ein großer Fan der ganzen Sache. Ich sah mir die Filme mit gewissem Interesse an, aber von der großen Welle wurde ich nicht mitgerissen. Trotzdem war es sehr aufregend, herauszufinden, wie es nach "Jedi" weitergeht.

Ricore: Können Sie sich noch daran erinnern, wie Sie die Rolle bekommen haben?

Ridley: Ich hatte vorgesprochen und war so nervös, dass ich eine halbe Stunde früher beim Casting war. Ich wusste, dass "Star Wars" eine große Sache war, auch wenn die Filme in meinem Leben nie eine besonders große Rolle spielten.

Ricore: Haben Sie sich in dem fertigen Film schon gesehen?

Ridley: Ja und ich bin nicht besonders zufrieden mit meiner Leistung. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich in meinen Filmen nicht gerne sehe.

Ricore: Waren Sie beeindruckt von einem Star wie Harrison Ford?

Ridley: Machen sie Scherze? Ich fragte ihn fast nach einem Autogramm (lacht). Er ist ein großartiger Mensch. Dennoch wollte ich am Set mein eigenes Ding durchziehen und war nicht auf Ratschläge aus. Ich finde es wichtig, bei mir zu bleiben, als den großen Stars auf den Wecker zu gehen.

Ricore: Vielen Dank für das Gespräch
Von  Julia Manfredi, Filmreporter.de,  15. Dezember 2015

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Die Handlung des siebten Teils der erfolgreichen "Star Wars"-Reihe setzt an, wo "Episode VI - Die Rückkehr der Jedi Ritter" aufhörte. Den Rebellen ist es gelungen, den Todesstern zu vernichten und den Imperator zu töten. Die Schreckensherrschaft des Imperiums wurde damit nicht beendet. Science-Fiction-Fans brauchen nicht lange nachzudenken, an "Star Wars" geht kein Weg vorbei.... mehr


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