Koch Media
JCVD

JCVD

Originaltitel
JCVD
Alternativ
Codename: JCVD; JCVD - The Movie; Project: JCVD; Van Dammage
Genre
Komödie, Krimi
Land /Jahr
Belgien, Luxemburg, Frankreich 2008
 
97 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
DVD
Kaufstart
24.07.2009 ( Kino Deutschland | Kino Österreich ) bei Koch Films
Regie
Mabrouk El Mechri
Darsteller
Hyppolyte Eloy, Valerie Bodson, Alan Rossett, Saskia Flanders, Jesse Joe Walsh, Bella Wajnberg
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungNewsDVDs
Extras: Audiokommentar mit Regisseur Mabrouk El Mechri • Sechs Teaser • Geschnittene Szenen (5 Minuten) mit Kommentar des Regisseurs • Making of (ca. 37 Minuten) • Ein Tag im Leben von JCVD (ca. 53 Minuten) • Synchro-Outtake mit Charles Rettinghaus (ca. 1 Minute)
Jean-Claude van Damme übertrifft sich selbst
Jean-Claude van Damme (Jean-Claude van Damme) hat die Nase voll. Seine Tochter schämt sich für ihn, seine Ex-Frau findet, er besitze nicht genügend Vater-Qualitäten und verweist auf seine brutalen Filme, der Richter spricht ihm das Sorgerecht ab und seine Anwälte warten auf ihr Gehalt. Dem alternden Prügelknaben bleibt nichts anderes übrig, als in seine belgische Heimat zurückzukehren und auf bessere Zeiten zu hoffen. Die lassen allerdings auf sich warten, denn van Damme gerät in einen Banküberfall samt Geiselnahme. Vor der Bank versammeln sich scharenweise Fans und jede Menge Polizisten, die der festen Überzeugung sind, van Damme sei einer der Kriminellen. Sogar ein Geiselnehmer und der ermittelnde Hauptkommissar entpuppen sich als JCVD-Anhänger. Dennoch muss sich der Schauspieler beweisen. Kann er sich auch in der Realität behaupten, die Geiseln befreien und sich selbst retten?
Zu Beginn der Satire zeigt sich Jean-Claude van Damme so, wie ihn seine Fans kennen und mögen: er schießt, prügelt und tötet sich durch eine Szenerie, die eigentlich keinen Sinn macht. Kurz bevor sich der Zuschauer fragt, wo er wohl hier gelandet ist, löst sich das Ganze auf: es handelt sich um einen Set - einen Film im Film. Ein dritt- oder viertklassiges Filmset von so vielen, auf denen sich der belgische Hollywood-Export in den letzten Jahrzehnten herumgetummelt hat. Doch nun soll alles anders und viel besser werden.

Ob man es nun glaubt oder nicht, "JCVD" läutet tatsächlich eine neue Ära seines Hauptdarstellers ein. Jean-Claude van Damme spielt sich nicht nur selbst, er beweist erstmals in seiner langen Karriere schauspielerisches Können. Der große Pluspunkt des Films ist die Art und Weise, wie der Actionstar in Szene gesetzt ist. Seine Monologe wirken natürlich, er reflektiert Erfolge und Misserfolge, sowie sein Privatleben. Zudem sinniert er über die Oberflächlichkeit der Filmbranche und darüber, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Gut, die vielen Close-ups von van Damme nerven ein bisschen, aber Regisseur Mabrouk El Mechri weiß genau, wohin die Reise gehen soll. "JCVD" ist keine Biografie, sondern eine dunkle Satire, in der Hauptdarsteller Jean-Claude van Damme sich selbst - wirklich und wahrhaftig - spielt. Das hat Größe.
Andrea Niederfriniger, Filmreporter.de
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2021