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Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya

OriginaltitelDolpo Tulku
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr Deutschland 2009
FSK & Länge ab 0 Jahren • 101 min.
MediumDVD (Kauffassung)
Anbietergood!movies
Verkaufsstart09.07.2010
RegieMartin Hoffmann
DarstellerSherap Sangpo Dolpo Tulku
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten
DVD Extras: Making Of • Mitschnitt der Unterweisung des Dolpo Tulku im Tibethaus Frankfurt • unveröffentlichte Szenen • Booklet

Buddhistischer Mönch folgt seiner Berufung

Bereits als zehnjähriger Junge ist der Nepalese Sherap Sangpo Dolpo Tulku in ein buddhistisches Kloster nach Kathmandu gegangen, um Mönch zu werden. Diese Entscheidung hat sein Leben für immer verändert. Denn man hat den Mönch als Reinkarnation eines Dolpo Tulku erkannt. Dies ist der Titel eines hochstehenden geistlichen Lehrers, auch Lama, genannt. Deswegen wird Sangpo zu seiner Ausbildung nach Indien geschickt. Er hat seine Eltern und seine Heimat im Nordwesten des Landes 16 Jahre nicht gesehen. Nun kehrt er zurück, um sein Amt als religiöses Oberhaupt anzutreten und die Verantwortung für die Menschen in seiner Heimat zu übernehmen. Dazu wandert er tagelang durch das Hochland des Himalaya. Sein Ziel ist ein abgelegenes Kloster auf luftigen 4.440 m Höhe. Begleitet von anderen Mönchen übernachtet der junge Mann unter bescheidenen Bedingungen in einem Zelt. Eine große Umstellung, war er doch bei seiner Ausbildung unter weltlichen Bedingungen mit modernen technischen Geräten wie Laptop und Handy aufgewachsen. Bezogen auf sein Amt versteht sich Sangpo nicht nur als religiöser Führer, sondern auch als Sozialarbeiter. Er möchte die Bildung der Kinder und das Gesundheitssystem verbessern und sich verstärkt gegen Armut einsetzen.
Martin Hoffmann war bisher als Cutter tätig, unter anderem bei "Trip to Asia - Die Suche nach dem Einklang". Die Dokumentation über einen angehenden Lama ist seine erste Regiearbeit. Er beweist dabei Mut, denn er verzichtet gänzlich auf einen Kommentar. Dies ist allerdingsein Problem, denn der Zuschauer fühlt sich angesichts der Fülle an Eindrücken ein wenig überfordert. Er muss gleichzeitig auf die Bilder einer ihm fremden Kultur achten und die Untertitel lesen, um zu erfahren, worum es geht. Hier wäre es hilfreich, gelegentlich von einem Moderator an die Hand genommen zu werden, um die Informationsvielfalt besser einordnen zu können. Einige für den Laien befremdlich anmutende Rituale werden überhaupt nicht erklärt. Entweder ist der Zuschauer verwirrt und denkt "Na ja, so machen die das halt". Positiv anzumerken ist, dass Hoffmann durch den Verzicht auf einen Kommentar versucht, objektiv zu bleiben. Er lässt die Hauptfigur häufig zu Wort kommen, wodurch der Film eine authentische Note bekommt. Durch dessen Aussagen erfährt man doch einiges über die Kultur und Situation Nepals. Auch bekommt man einen interessanten Einblick in die Gefühle und Pläne des Geistlichen in Bezug auf sein künftiges Amt. Faszinierend ist die Ruhe, die der Mönch ausstrahlt. Wenn die Kamera ihn bei Yoga-Übungen beobachtet, scheint es, als wäre sie in seiner Wahrnehmung gar nicht anwesend.

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Trailer: 

Dolpo Tulku - Heimkehr in den Himalaya

In der Dokumentation wird ein buddhistischer Mönch bei seiner Rückkehr nach 16 Jahren in seine Heimat begleitet. Diese liegt in einem abgeschiedenen...  Clip starten
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