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Die Frau des Anarchisten

OriginaltitelThe Anarchist's Wife
GenreDrama, Historienfilm
Land & Jahr Deutschland/Spanien/Frankreich 2008
FSK & Länge ab 12 Jahren • 115 min.
MediumDVD (Kauffassung)
Anbietergood!movies
Verkaufsstart20.08.2010
RegiePeter Sehr, Marie Noëlle
DarstellerJavier Almeda, Frank Capdet, Alfonso Montón, Jaume García, Pep Sais, Irene Visedo
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsGalerieDVDsbewerten

Wahre Liebe im Grauen des Spanischen Bürgerkriegs

Der rechtschaffende Anwalt Justo Alvarez Calderón (Juan Diego Botto) kämpft in Madrid 1937 nicht nur mit seiner Stimme im Radio für die Freiheit und gegen Francos faschistische Truppen. Auch an der Front stellt er sich dem Gegner, und das, obwohl seine Frau Manuela (María Valverde) und seine Tochter Paloma (Ivana Baquero) das Wichtigste für ihn sind. Doch die Zeiten sind hart, die Straßen Madrids vom Bürgerkrieg gezeichnet und die Menschen haben kaum noch Hoffnung. Schließlich sieht sich Manuela gezwungen, gemeinsam mit Justos Sekretär und dessen Frau und Kindern in die kleine Kanzlei zu ziehen. Die Spannungen verstärken sich und schon bald kann General Franco seine Herrschaft etablieren. Justo kehrt ein letztes Mal nach Hause zurück, um nach seiner Familie zu sehen. Erneut wird er an der Front gebraucht - und das, obwohl seine Frau hochschwanger ist. Für die Widerstandsbewegung wird es immer schwieriger, da viele auf die Seite der Gewinner desertieren. Darunter sind einige, die an Franco glauben, viele aber sehen in dem Verrat die einzige Möglichkeit, am Leben zu bleiben. Nach dem Ende des Bürgerkriegs geht Francos Unterdrückung gnadenlos weiter. Manuelas Bruder wird hingerichtet und auch ihr neugeborener Sohn Rafael stirbt. Justo wird derweil für tot erklärt, obwohl Manuela nicht daran glauben mag. Erst nach zehn langen Jahren entdeckt sie ihren Mann unter einer Gruppe ehemaliger Häftlingen des KZ Mauthausen. In einer kleinen französischen Provinz kommt es zum Wiedersehen, beide sind gekennzeichnet von der Kälte und dem Grauen des Krieges.
Mit dem Putsch vom 17. Juli 1936 begann der Militäraufstand gegen die gewählte Regierung Spaniens. Die Putschisten stehen unter der Führung von General Francisco Franco. Der daraus resultierende blutige Bürgerkrieg endet erst im April 1939 mit dem Sieg der Putschisten. Es ist der Grundstein für die 36-jährige Diktatur Francos. Sie endete erst mit dem natürlichen Tod des Diktators am 20. November 1975. Regisseurin Marie Noëlle basiert ihr Drehbuch auf Erinnerungsfetzen ihrer Mutter, die in dieser Zeit ohne ihren revolutionären Vater in Spanien aufwuchs und diesen erst Jahre später in Frankreich wieder traf. Um den authentischen Faktor zu unterstreichen, werden immer wieder historische Archivbilder eingestreut, welche die unmenschlichen Zustände an der Front und den zerbombten Städten und Dörfer zeigen. Wie Noëlle betont, spielt die Fiktion für sie dennoch eine große Rolle. Noëlle und Koregisseur Peter Sehr war es daher auch wichtig, die Situation innerhalb der Familie darzustellen. Die Liebe bildet den Kontrast zum Krieg und dessen Sinnlosigkeit. Obwohl Hauptdarstellerin María Valverde größtenteils überzeugt, vermittelt sie ein zu naives Bild der liebenden Ehefrau und Mutter. Ihr unerschütterlicher Glaube an die Macht der Liebe ist zwar vorbildlich, aber auch unrealistisch. Dennoch überzeugt "The Anarchist's Wife". Das fand auch die Jury des Bernhard Wicki Preises "Die Brücke" und zeichnete die Filmemacher Marie Noëlle und Peter Sehr auf dem Filmfest München 2008 aus.

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