Filmreporter-RSS
©Vocomo Movies

Küss mich, Dummkopf (Billy Wilder Edition)

OriginaltitelKiss Me, Stupid
AlternativKüss mich, Dummkopf
GenreKomödie
Land & Jahr USA 1964
FSK & Länge ab 6 Jahren • 119 min.
MediumDVD (Kauffassung)
AnbieterVocomo Movies
Verkaufsstart14.06.2019
RegieBilly Wilder
DarstellerDean Martin, Kim Novak, Ray Walston, Felicia Farr, Cliff Osmond, Barbara Pepper
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten
DVD Extras: Kinotrailer • Wendecover

Billy Wilders brillante Satire aufs Musikgeschäft

Dino (Dean Martin) ist ein bekannter Sänger. Er spielt in ausverkauften Hallen und die Frauen liegen ihm zu Füßen. Als auf dem Weg von Las Vegas nach Los Angeles ist, macht er in der kleinen Wüstenstadt Climax halt. Dort trifft er auf die erfolglosen Amateur-Songschreiber Orville (Ray Walston) und Barney (Cliff Osmond). Diese wittern angesichts des Stars die Chance, endlich selbst erfolgreich zu werden. Um Dino über Nacht festzuhalten, manipulieren sie sein Auto und engagieren die Prostituierte Pistolen-Polly (Kim Novak) um den Sänger bei Laune zu halten. Sie soll ihn auch davon überzeugen, mit den Songs von Orville und Barney aufzutreten.

Um sich für Dino interessanter zu machen, soll Polly die Ehefrau von Orville spielen. Das Problem ist allerdings, dass Orville ja tatsächlich verheiratet ist. Er muss also seine Frau Zelda (Felicia Farr) aus dem Haus schaffen, damit der Schwindel nicht auffliegt. Die Situation wird zunehmen schwieriger, vor allem weil Orville in jeder Lebenslage krankhaft misstrauisch und neidisch ist. So kommt es, dass er in einem Anfall von Eifersucht Dino aus dem Haus wirft, um die Nacht selbst mit Polly zu verbringen. Verbittert geht dieser in eine nahe gelegene Bar, um sich mit der nächstbesten Frau zu begnügen. Dort tritt er auf Zelda, die gerade versucht ihren Kummer über ihren Ehemann im Alkohol zu ertränken...
Ein Bekannter Sänger taucht in einem Wüstenkaff auf und schon steht die Kleinstadt Kopf. "Küss mich, Dummkopf" strotzt nur so vor Chaos, Verwechslungen und Missverständnissen. Trotzdem wirkt die Handlung auf den Zuschauer nicht launenhaft und anstrengend, sondern äußerst unterhaltsam. Zwar ist die musikalische Untermalung etwas unpassend und übertrieben, dies ist aber nur ein kleiner Minuspunkt in der ansonsten gelungenen Inszenierung.

Auch die schauspielerischen Leistungen sind beachtlich. Besonders Kim Novak sticht in der Rolle der Kleinstadt-Prostituierten Pistolen-Polly heraus. Sie besticht durch kecke Sprüche und ihr loses Mundwerk. Die Schauspielerin bricht, wie in vielen ihrer Rollen, aus den Mustern der braven Hausfrau heraus. So ließ sie schon 1956 für eine Strip-Nummer in dem Film "Pal Joey" die Hüllen fallen. In "Küss mich, Dummkopf" zeigt sie sich als kecke Prostituierte, der jedes Mittel recht ist, um an etwas Geld zu kommen. Der zynische Film wurde im extrem prüden Amerika der 1960er Jahre wegen seiner anzüglichen Handlung von Kirchenkreisen scharf verurteilt und von vielen Kritikern zerrissen.

Regisseur Billy Wilder konnte mit der scharfen Satire nicht an frühere Erfolge wie "Manche mögen's heiß" und "Das Apartement" anknüpfen. "Küss mich, Dummkopf" wurde lange unterschätzt und verkannt. Erst in den letzten Jahren erhält die Komödie mehr Anerkennung als zwar immer noch eher unbekannter aber sehenswerter Filmklassiker.

Bewertung abgeben

Bewertung
7,5
7,0 (Filmreporter)     
 (2 User)

Meinungen

Es gibt noch keine Userkritik!
Amazon
Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss




 
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten
© 2019 Filmreporter.de