Capelight Pictures
Nightwatch: Demons Are Forever ("Nattevagten - Dæmoner går i arv", 2023)

Nightwatch: Demons Are Forever

Originaltitel
Nattevagten - Dæmoner går i arv
Regie
Ole Bornedal
Darsteller
Fanny Leander Bornedal, Nikolaj Coster-Waldau, Alex Høgh Andersen, Sara Viktoria Bjerregaard, Kim Bodnia, Vibeke Hastrup
Kinostart:
Deutschland, am 16.05.2024 bei Capelight Pictures
Kinostart:
Österreich, am 16.05.2024 bei Polyfilm
Genre
Horror, Thriller
Land
Dänemark
Jahr
2023
FSK
ab 16 Jahren
Länge
110 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brillant  10|
8,0 (Filmreporter)
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Fortzsetzung von Ole Bornedals 'Nachtwache'
Medizinstudentin Emma (Fanny Leander Bornedal) ist traumatisiert. Vor Jahren fand sie die Leiche ihrer Mutter Kalinka nach deren Selbstmord. Ihr Vater Martin (Nikolaj Coster-Waldau) zog sich danach endgültig in sich zurück. Er ist tabletten- und alkoholabhängig, und weigert sich beharrlich, Emmas Fragen zu beantworten und sich seinen eigenen Erinnerungen zu stellen.

Vor mehr als 30 Jahren wurden seine Frau und er beinahe Opfer eines Serienmörders, als sie in der Forensik Nachtwache schoben. Sein Vater hatte den Täter damals angeschossen. Seitdem lebt der mittlerweile blinde Peter Wörmer (Ulf Pilgaard) in Sicherheitsverwahrung in der Psychiatrie.

Die wenigen Bruchstücke, die Emma über die Vergangenheit ihrer Eltern erfährt, machen sie neugierig. Sie übernimmt gegen den Widerstand des Vaters die Nachtwache in der Forensik und besucht Wörmer. Sie will mit den Aufnahmen des verwirrten alten Mannes ihrem Vater helfen, sich von seinen Dämonen befreien, weckt aber stattdessen die Mordgier des alten Dämons wieder auf. Er hat zwei Helfer, die seine Rache ausführen.
Genau 30 Jahre nach seinem Überraschungserfolg "Nightwatch - Nachtwache" legt Ole Bornedal die lang erwartete Fortsetzung vor, die an Dänemarks Kinokassen bereits ein großer Erfolg ist. Klug führt er die Handlung fort, in dem er Martins Tochter in eine ähnliche Situation bringt wie einst ihre Eltern. Dabei setzt er auf seine Tochter Fanny Leander Bornedal, die ihre ersten Schritte als Schauspielerin bei ihm machte, und erneut auf Nikolaj Coster-Waldau, für den "Nachtwache" der Beginn seiner großen internationalen Karriere markiert.

Die nie aufgearbeiteten Traumata von damals werden zum Auslöser des heutigen Schreckens. Bornedal arbeitet dies psychologisch präzise heraus. Zudem zeichnet er beide Hauptcharaktere so sympathisch und einnehmend, dass der Zuschauer mit ihnen bangt und bereit ist, den Weg mit ihnen zu Ende zu gehen - auch wenn er sich zwischendurch am liebsten unter dem Kinosessel verstecken würde. So spannend und furchteinflößend ist das Geschehen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt der Däne nicht auf den üblichen furchteinflößenden Sound. Bei ihm schallen Techno-Klänge durch die Forensik oder es herrscht Stille.

Dabei gibt der Regisseur dem Zuschauer, der den ersten Film nicht kennt, genau die richtige Portion an Informationen, die er braucht, um die Geschichte von heute zu verstehen. Für die Fans des ersten Teils macht es ungeheuren Spaß zu spekulieren und zu sehen, wie er mit Versatzstücken der damaligen Handlung spielt, sie neu ordnet. Aber auch zeigt, dass Geschichte sich wiederholt, wenn man nicht darüber spricht.
Katharina Dockhorn/Filmreporter.de
 
Als alter Mann kehre er mit der gleichen Geschichte zurück, scherzt...
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2024