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Bombón - Eine Geschichte aus Patagonien

Originaltitel
El Perro
Alternativ
Bombón - El Perro
Genre
Drama
 
Argentinien/Spanien 2004
 
97 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Deutschland
Kinostart
04.08.2005 (D) bei
Alamode Filmdistribution
Regie
Darsteller
Homepage
Links
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brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
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Bombón
Inhalt/Kritik • Cast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Mechaniker aus Patagonien sucht sein Glück

52jährige, die ihren Job verlieren haben schlechte Karten, um einen neuen Start ins Berufsleben zu wagen - erst recht wenn man irgendwo in Patagonien lebt. 'Coco' Juan Villegas sieht wie die personifizierte Gutmütigkeit aus. Er ist ein Mechaniker, hat 20 Jahre lang als Tankwart gearbeitet und ist jetzt seinen Job los. Mit dem Verkauf handgemachter Messer versucht er über die Runden zu kommen. Doch der Markt ist mit billigem Schneidwerkzeug aus Brasilien geradezu überschwemmt und die Kundschaft will schließlich nur etwas zum Schneiden und keine Kleinkunstwerke. Als er eines Tages den Wagen einer alten Dame repariert, bedankt sich diese mit einem ungewöhnlichen Geschenk. Die Zeiten sind für die betagte Landgutbesitzerin schon mal besser gewesen. Sie steckt seit dem Tod ihres Mannes in finanziellen Nöten und bieten Juan eine reinrassige argentinische Dogge namens Bombón als Lohn an. Der arbeitslose Mechaniker befürchtet, dass ein solches Tier mehr als er essen könnte und teuer zu halten wäre, dennoch lässt er sich überzeugen und nimmt die Dogge mit. Fortan zieht er mit dem denkfaulen Köter umher, erntet aber zur eigenen Überraschung von allen Seiten Lob und Bewunderung für seinen neuen, immerhin sehr treuen Begleiter.


"Bonbón" ist die rührende Geschichte eines einfachen aber gutherzigen Herrn, der immer wieder Opfer seiner kindlichen Gutgläubigkeit wird und dennoch das Leben neu entdeckt. Der Darsteller Juan Villegas ist im wahren Leben tatsächlich ein Mechaniker, der unweit von der Produktionsgesellschaft, die den Film möglich gemacht hat, eine Werkstadt betreibt. Der Regisseur Carlos Sorin hat die kleinen Abenteuer des armen Mechanikers ohne dramaturgisches Brimborium ins Szene gesetzt. Der minimalistischer Erzählstil trägt dazu bei, dass die Geschichte so schlicht und lakonisch wie der Charakter der Landschaft Patagoniens daherkommt. Gleichzeitig gelingt es dem argentinischen Filmemacher seinem Drama mit den Laiendarsteller ein hohes Maß an Glaubwürdigkeit und Authentizität zu verleihen.
Das Leben neu zu entdecken ist ein Genuss, der nicht jedem gegönnt ist. Umso überraschender, dass ausgerechnet ein arbeitsloser Mechaniker aus Patagonien zu diesem Glück kommt.
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