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Football Undercover
OriginaltitelFootball Under Cover
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr Deutschland 2008
FSK & Länge 90 min.
KinoDeutschland
AnbieterZorro Film
Kinostart24.04.2008
RegieAyat Najafi, David Assmann
DarstellerValerie Assmann, Paraskewi Boras, Marlene Assmann, Corinna Assmann
Homepage http://football-under-cover.de/
http://football-under-cover.de/
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsGalerieDVDsbewerten

Der Ball ist auf der ganzen Welt rund

Für diejenigen, die es nicht glauben wollen: doch, der Iran hat eine Frauenfußballnationalmannschaft! Die Kehrseite der Medaille ist, dass die iranische Mannschaft trotz jahrzehntelangem Bestehen bisher kein einziges Spiel bestritten hat, sondern lediglich trainieren konnte. Die strengen Vorschriften erlauben es den Frauen nicht einmal ins Stadion zu gehen. Als die ambitionierte Amateurfußballerin Marlene Assmann aus Berlin von ihrem Bekannten Ayat Najafi davon erfährt, beschließen sie gemeinsam, etwas dagegen zu tun. Motiviert machen sie sich auf den Weg nach Teheran und bemühen sich um die Genehmigung für ihr Spiel. Ein Jahr später ist es soweit. Mit Kopftüchern und langen Sporttrikots ausgestattet fliegen die jungen Berlinerinnen, die größtenteils selbst muslimischen Glaubens sind, nach Teheran. Dort treffen die auf junge Frauen, die den runden Lederball ebenso lieben wie sie und den deutschen Spielerinnen in nichts nachstehen. Ein Freundschaftsspiel soll der Höhepunkt der ungewöhnlichen Aktion werden.
Die Dokumentation "Football undercover" begleitete engagierte junge Menschen, die an eine unmöglich scheinende Idee umgesetzt haben. Ein Jahr lang haben Marlene Assmann und Ayat Najafi für die Verwirklichung des kulturübergreifenden Freundschaftsspiels zwischen der Iranischen Frauen-Nationalmannschaft und einer Berliner Mädchenbezirksauswahl gekämpft. Der Film entstand auch mit dem Hintergedanken, dem Unternehmen einen offizielleren Rahmen zu verleihen. Die Kameras sollten die Chance auf eine Zusage seitens der Behörden erhöhen. Und so kam es dann auch. In der ungewöhnlichen Doku werden denn auch die vielen Hürden, die zu überwinden galt, gezeigt. Daher kommen die Charakterzeichnungen der Protagonisten etwas zu kurz. Gerne hätte der Zuschauer mehr über das Ausscheiden Niloofars oder die Hinter- bzw. Beweggründe der beteiligten Spielerinnen erfahren. Schade ist auch, dass das Spiel, auf das der ganze Film aufbaut, nur kurz angerissen wird. Wie die Filmemacher selbst betonen, ging es ihnen nicht um eine politische Botschaft, sondern ausschließlich den sportlichen Aspekt der Sache. Ihr Hauptaugenmerk lag in der Vermittlung eines Iranbildes jenseits der üblichen Klischees und Vorurteile. Obwohl die Dokumentation interessant und stellenweise humorvoll gestaltet ist, hätte der Zuschauer gerne mehr über die Hintergründe gelernt und erfahren wie es den Spielerinnen, vor allem den Iranischen, nach dem Freundschaftsspiel ergangen ist. Der Film ist ein guter Schritt in die richtige Richtung, endet jedoch bevor es wirklich interessant wird.

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