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Louise Hires A Contract Killer

Originaltitel
Louise-Michel
Alternativ
Louise+Michel; Louise Michel
Genre
Drama
 
Frankreich 2008
 
94 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
24.09.2009 ( D | CH | A ) bei Kool Filmdistribution
 
 
Regie
Gustave de Kervern, Benoît Delépine
Darsteller
Yolande Moreau, Bouli Lanners, Robert de Houx, Albert Dupontel, Philippe Katerine, Mathieu Kassovitz
Homepage
http://www.LouiseHiresAContractKiller.de
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
8,0 (1 User)
7,0 (Filmreporter)
Louise Hires A Contract Killer (Kino) 2008Kool Filmdistribution
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailerGalerienDVDsbewerten

Gelungener, skurriler Beitrag zur Wirtschaftskrise

Als eines Morgens die ausschließlich weibliche Belegschaft einer Fabrik in der französischen Provinz ihren Arbeitsplatz aufsucht, finden sie die Halle leer vor. Leer und ausgeräumt, keine Maschinen, keine Chefs, nichts und niemand. So schnell geben die Damen nicht auf und so beschließen sie ihre mickrige Abfindung zusammen zu legen, um einen Profikiller zu engagieren. Dieser soll ihren ehemals lieben Chef aus dem Weg räumen. Die etwas schäbig aussehende Louise (Yolande Moreau) macht sich auf die Suche nach einem passenden Kandidaten. Durch ihr latentes Alkoholproblem machte sie in ihrer Vergangenheit unliebsame Bekanntschaft mit Kriminellen. In Michel (Bouli Lanners) scheint der perfekte Mann gefunden: Er besitzt eine ansehnliche Waffensammlung und gibt sich mit dem angebotenen Gehalt zufrieden. Doch leider kann er keiner Fliege etwas zuleide tun. Nachdem der erste Mordversuch zwar erfolgreich überstanden und der Chef tot ist, erfahren die Damen, dass der nur die Befehle seines viel mächtigeren Bosses ausgeführt hat. Natürlich muss auch der beiseite geräumt werden. Also macht sich Louise gemeinsam mit Michel auf die Reise zu ihrem nächsten Opfer.


Schon der Titel verrät, dass sich das Regieduo Gustave de Kervern und Benoît Delépine weder um die Einhaltung gesellschaftlicher Regeln noch um politische Korrektheit schert. In ihrer schwarzen und äußerst skurrilen Komödie werden gesellschaftliche Randgruppen, Einwanderer, Homosexuelle, Transvestiten oder Krebspatienten zur Zielscheibe ihres Humors. Gleichzeitig sind sie aber auch Akteure, die durch ihr Agieren auf subtile Art brennende gesellschaftliche Fragen aufwerfen. Zum einen geht es um Vergangenheitsbewältigung, den Aufbau eines neuen Lebens, zum anderen um den Verlust des Jobs und die Ausbeutung des Mittelstandes. Denn letzten Endes trifft die Finanzkrise den einfachen Arbeiter, nicht aber denjenigen, der sie eigentlich verursacht hat. Der Film ist daher vielleicht einer der bisher besten künstlerischen Beiträge zur derzeit grassierenden Wirtschaftskrise. De Kervern und Delépine bemühen sich gar nicht erst, filmische Regeln einzuhalten. Mit zwei äußerst schäbig aussehenden Protagonisten wird es dem Publikum schwer fallen, sich zu identifizieren. Doch wer sagt, dass dies ein ehernes Gesetz ist? Eben!
Louise Hires A Contract Killer
Louise Hires A Contract Killer (Kino) 2008
Nachdem die gesamte Belegschaft einen Unternehmens eines Morgens vor leeren Fabrikshallen steht, beschließen die Arbeiterinnen, ihre Abfindung zusammenzulegen. Mit dem Geld...  Clip starten
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