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Bonjour Sagan

Originaltitel
Sagan
Genre
Drama
 
Frankreich 2008
 
117 min, ab 12 Jahren (fsk)
Kinostart
01.01.2009 (D) bei
Schwarz/Weiß Filmverleih
Regie
Darsteller
Links
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brilliant  10|
4,0 (Filmreporter)
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Bonjour
Schwarz/Weiß Filmverleih
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Françoise Sagans aufregendes Leben in Bildern

Die Filmbiografie über das französische Schreibwunder Françoise Sagan beginnt mit ihrem ersten großen Romanerfolg "Bonjour Tristesse" im Jahr 1954. Damals ist das Mädchen (Sylvie Testud) gerade mal 18 Jahre jung und ihr Buch ein unglaublicher Erfolg, der ein ebenso spektakulärenSkandal auslöst. Innerhalb kürzester Zeit wird sie zur Millionärin, doch das Geld gibt sie auf Anraten ihres Vaters genauso schnell wieder aus. Sie verkehrt in teuren Restaurants und verliert Millionen in Spielcasinos. Sie kauft sich schnittige Sportautos und schart haufenweise Schmarotzer um sich. Im Laufe der Jahre bleiben ihr dennoch nur einige wenige Freunde, denen sie wirklich vertrauen kann. Trotz ihrer zahlreichen Krisen ist Sagan nicht bereit, ihren aufwendigen Lebensstil zu ändern. Ihre Bücher verkaufen sich immer noch, auch wenn die französische Kritik sie häufig in die Nähe seichter Belletristik ansiedelt. Nach einem schweren Autounfall ist die Schriftstellerin lange an das Krankenbett gefesselt. Hohe Dosen von Morphium sichern ihr ein schmerzfreieres Dasein. Doch Sagan kommt nicht mehr von den Drogen los. Auf die Morphiumsucht folgt Kokain, das sie zeitlebens konsumieren wird. Schließlich wendet sich auch ihr Sohn von ihr ab, den Sagan als Jugendlichen und auch als Erwachsenen immer wieder vernachlässigte.


Künstlerportraits stehen oft vor denselben Problemen: Wie verpacke ich soviel Biografie wie möglich in maximal zwei Filmstunden? Regisseurin Diane Kurys entschied sich, das Leben ihrer Hauptfigur Françoise Sagan episodenhaft nachzuerzählen. Das hat den Vorteil, dass der Betrachter einen besseren Gesamteindruck der Person erhält. Im Fall von "Bonjour Sagan" hat es jedoch den Nachteil, dass etwa Sagans wichtige politische Aktivität komplett unter den Teppich gekehrt ist. Kurys hält sich ebenso wenig damit auf, ihren Zuschauern einen zeitlichen Rahmen zu geben. Kennt man sich mit dem Leben der Schriftstellerin nicht aus, so fällt es das eine oder andere Mal schwer, dem Film zu folgen. Ihren Schwerpunkt setzt die Regisseurin einseitig auf Sagans Leidensweg. Während die erste Hälfte des Films auch fröhliche Momente bereit hält, ist im zweiten Teil alles auf ihren Abstieg mit Zigaretten, Drogen, Alkohol und dem gigantischen Schuldenberg Thema. Das Mitgefühl des Betrachters ist der Hauptfigur dabei nur bedingt sicher, was allerdings nicht an der grandiosen Leistung von Sylvie Testud liegt. Durch den bruchstückhafte Erzählstil und die fehlenden zeitlichen Angaben geht leider ein großer Teil der Spannung verloren. Zudem ist fast die gesamte letzte Stunde ein einziges Warten auf Sagans vorhersehbaren und unabwendbaren Tod.
Bonjour Sagan
Schwarz/Weiß Filmverleih
Trailer:
Bonjour Sagan
Mit dem skandalösen "Bonjour Tristesse" wird die 18-jährige Françoise Sagan (Sylvie Testud) im Jahr 1954 weltberühmt. Doch das Geld ist noch schneller...  Clip starten

Galerie: Bonjour Sagan
In vielen kleinen Episoden bringt Regisseurin Diane Kurys das aufregende und skandalöse Leben der französischen Schriftstellerin Françoise Sagan auf die Leinwand.
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