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Der rote Vogel

OriginaltitelDer rote Vogel
GenreTV-Mehrteiler, Romanze
Land & Jahr Deutschland 1993
KinoDeutschland
RegieGero Erhardt
DarstellerLisa Wolf, Angela Graas, Marina De Tiews, Stephan Bastian, Beles Adam, Marek Erhardt
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

Kampf um einen Mann entzweit Mutter und Tocher

Die behütete Sarah Maienstedt (Lisa Wolf) ist 19 Jahre alt. Sie verlässt gerade nach dem Abitur ihr Mädcheninternat. Doch die heile Welt ihrer Familie existiert nicht mehr. Vater Konrad (Friedrich von Thun) treibt - weit weg von Zuhause - seine wissenschaftliche Karriere voran. Währenddessen vergnügt sich Mutter Inge (Constanze Engelbrecht) seit Jahren mit ihrem Geliebtem, Erik Wylander (Hans Schenker). Auch Sarah verliebt sich in den Schweden, ohne von der Liaison ihrer Mutter zu wissen. Bald entdecken die Maienstedt-Frauen, dass sie denselben Mann begehren und es beginnt ein unnachgiebiger Rivalitätskampf zwischen Mutter und Tochter um Wylander.
Gesellschaftsdramen haben einen festen Platz in der deutschen Fernsehlandschaft. Dazu zählen die Verfilmungen der Romane von Rosamunde Pilcher. Meist sind sie als Mehrteiler zur besten Feierabend-Sendezeit zu sehen. Auch die Gesellschaftsromane von Bestsellerautorin Sandra Paretti sind verfilmt worden. Meist drehen sich die Werke der Schweizerin um dramatische Familienkonstellationen. Für den TV-Fünfteiler "Der rote Vogel" adaptiert sie die Romanvorlage von Pilcher.

Ihren eigenen Tod hat Paretti wie eine Figur aus ihren Gesellschaftsdramen inszeniert. An die Neue Zürcher Zeitung schickt sie vorab ihre selbst verfasste Todesanzeige. "Das große Fest des Lebens verlasse ich mitten in dem Walzer, zu dem ich eigentlich durch Frühlingswiesen und Vergissmeinnicht-Nächte bis ins Jahr 2000 tanzen wollte", schreibt sie und bedankt sich auch bei einer Schweizer Sterbehilfe-Organisation für den Beistand. Am 14. März 1994 lebt sich die Schriftstellerin in ihr silber- und brokatgeschmücktes Todeslager. Sie nimmt sich mit einem tödlichen Giftcocktail das Leben. Mit ihrem Selbstmord belebt die Schweizerin die Kontroverse um die Sterbehilfe. Die Autorin war zwei Jahre zuvor an Krebs erkrankt. In dieser Zeit hat Paretti auch am Drehbuch für die Romanverfilmung von "Der rote Vogel" gearbeitet.

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