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Berlin: Hasenheide

Originaltitel
Berlin: Hasenheide
Genre
Dokumentarfilm
 
Deutschland 2010
 
72 min
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
14.10.2010 ( D ) bei Alfaville
 
 
Regie
Nana A. T. Rebhan
Homepage
http://www.hasenheidefilm.de
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
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Berlin: Hasenheide (Szene) 2010Alfaville
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Dokumentarfilm über Berlins beliebten Park

In ihrer Dokumentation "Berlin: Hasenheide" portraitiert Regisseurin Nana A. T. Rebhan den gleichnamigen Volkspark. Das Bild, das sich dabei vor den Zuschauern entfaltet, ist so vielfältig, wie der beliebte Park im Berliner Bezirk Neukölln. Sie spricht mit exzentrischen Einzelgängern und Gruppen, für die der Park Teil ihrer Lebenskultur ist. Sie unterhält sich mit Fußballspielern, die dem Filmteam gegenüber erst skeptisch sind, dann aber mehr Zutrauen fassen. Auch die für die "Heide" typischen Nudisten werden ins Bild gerückt. Es ist ein Ort der Vielfalt, eine Oase der Ruhe und der Entspannung, wo die Besucher für einige Zeit aus ihrem stressigen Alltag entfliehen können und in der grünen Naturidylle zu sich selbst finden.


Nana A. T. Rebhan lebt selbst im Berliner Bezirk Neukölln und besucht regelmäßig die Hasenheide. Ihr war es ein Anliegen, den Volkspark jenseits der gängigen Klischees von dem durch Drogenhandel herunter gezogenen Ort darzustellen. Die Regisseurin stellt den Park als Raum dar, in dem Privatsphäre und Öffentlichkeit ineinanderfließen. Für Rebhan ist dies Folge eines sozialen Phänomens: "In einkommensschwachen Bezirken wie etwa in Neukölln haben viele Bewohner in ihren vier Wänden nicht die Möglichkeiten, die ihnen ein Park bietet. Deshalb werden gerade in diesen Bezirken Parks exzessiv genutzt: als Wohnzimmer, wie etwa bei den feiernden Türken, als Sportplatz wie bei den Fußballspielern ... oder als Schwimmbadersatz, weil der Besuch eines öffentlichen Freibades schlichtweg zu teuer ist" (Rebhan). Der Park ist damit Kompensation sozialer Armut und zugleich Ausdruck der Sehnsucht nach Gemütlichkeit.
Berlin: Hasenheide
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