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Happy Ever Afters

OriginaltitelHappy Ever Afters
GenreKomödie
Land & Jahr Irland 2009
FSK & Länge 104 min.
KinoÖsterreich
AnbieterConstantin Film
Kinostart17.09.2010
RegieStephen Burke
DarstellerSally Hawkins, Jade Yourell, Niwel Tsumbu, Stanley Townsend, Ger Ryan, David Pearse
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Sally Hawkins in einer unnachahmlich guten Rolle

Die resolute, überaus selbstsichere Maura (Sally Hawkins) steht vor einer schweren Entscheidung: Sie soll in Kürze vor den Traualtar treten. Allerdings ist die Hochzeit mit dem afrikanischen Immigranten Wilson (Ariyon Bakare) ein nüchtern kalkulierter Deal: Er darf durch die Trauung im Land bleiben, sie erhält dafür einen Batzen Geld. Dieses braucht sie dringend, denn sonst wird sie mit ihrer Tochter Molly (Sinead Maguire) bald auf der Straße stehen. Auch Freddie (Tom Riley) heiratet.

Er freut sich ungemein auf den großen Tag. Immerhin gibt er seiner neurotischen Sophie (Jade Yourell) schon zum zweiten Mal das Jawort. Der erste Versuch ging zwar in die Brüche, das heißt aber noch lange nicht, dass auch der zweite vom Pech verfolgt sein muss. Da beide Hochzeitsgesellschaften im gleichen Restaurant feiern, ist das Chaos vorprogrammiert. Nicht nur bezüglich der Raumaufteilung kommen sich die Paare in die Quere. Molly findet beispielsweise das Verhalten ihrer Mutter moralisch verwerflich, Wilson sitzt die Einwanderungsbehörde im Nacken, Freddie wird eine Affäre mit Maura angedichtet, und Sophie ertränkt ihren Frust darüber mit zwielichtigen Gestalten in einem Pub.
Sally Hawkins ist weder eine Frau für leichte Filmstoffe noch für oberflächliche Komödien. Stephen Burkes "Happy Ever Afters" scheint auf den ersten Blick beides zu sein. Doch weit gefehlt. Betrachtet man den Film etwas genauer, so tun sich wahre Abgründe auf. Die Komödie ist gespickt mit tragischen Elementen: Die existenzbedrohte Protagonistin ist eine alleinerziehende Mutter. So beschreitet sie einen fatalen Weg: eine Scheinehe. Zwar lacht die erneut großartige Hawkins alle Probleme in ihrer unnachahmlichen Art weg, doch ihre Augen zeugen von einer tief empfundenen Traurigkeit. Der zweite Protagonist wagt nach einer gescheiterten Ehe erneut den Schritt vor den Traualtar - mit derselben Frau.

Dass dieses Mal nicht alles heiter wird, dürfte allen klar sein. Auch hier dominieren Probleme und ein unschönes Chaos das Geschehen. Oberflächlich gesehen sollen die Nebenhandlungen die Geschichte auflockern, doch dann treten Themen wie Scheidung, Eifersucht und Einsamkeit in den Vordergrund.

Dass "Happy Ever Afters" trotz allem eine heitere Stimmung verbreitet und dunkle Regenwolken fröhlich wegzuwehen weiß, verdankt das Publikum einem Drehbuch, das mit pointierten, witzigen Dialogen auftrumpft. Ab und an wirkt die Handlung ausufernd und nicht alles dürfte dem Realitätstest standhalten, aber schließlich befinden wir uns hier in einer Phantasiewelt. Lediglich den Anreiz für sein Drehbuch holte sich Regisseur Burke von einer realen Hochzeit. Natürlich tragen auch die Hauptdarsteller zum Gelingen der Komödie bei. Allen voran agiert Sally Hawkins erneut großartig.

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