Real Fiction Film
Die Lebenden

Die Lebenden

Originaltitel
Die Lebenden
Alternativ
The Other World/ Otherworld (Arbeitstitel))
Regie
Barbara Albert
Darsteller
August Zirner, Almut Zilcher, Itay Tiran, Leoni Tenius, Karl Alexander Seidel, Daniela Sea
Kinostart:
Deutschland, am 30.05.2013 bei Real Fiction
Kinostart:
Österreich, am 22.11.2012 bei Poool Filmverleih
Genre
Drama
Land
Österreich, Polen, Deutschland
Jahr
2012
FSK
ab 12 Jahren
Länge
112 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
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Anna Fischer auf der Suche nach der Wahrheit
Sita (Anna Fischer) ist 25 Jahre alt und lebt in Berlin. Sie studiert Germanistik und arbeitet nebenbei als Praktikantin für eine TV-Show. In einem Tanzclub lernt sie den israelischen Fotografen Jocquin (Itay Tiran) kennen. Die beiden verbringen die Nacht miteinander. Seither geht ihr der interessante Künstler nicht mehr aus dem Kopf. Sita beschäftigt jedoch noch ein anderes Thema.

Zum 95. Geburtstag ihres Großvaters (Hanns Schuschnig) reist sie nach Wien und trifft dort ihren Vater Lenzi (August Zirner). Zu diesem pflegt sie nur wenig Kontakt, seit dieser mit seiner neuen Familie in Österreich wohnt. Am Abend nach dem großen Geburtstagsfest findet die Studentin ein Foto ihres Großvaters. Dieses zeigt ihn in einer SS-Uniform. Sita ist geschockt und möchte der Sache auf den Grund gehen. Ihr Vater macht ihr klar, dass sie nicht in der Familiengeschichte graben solle. Trotzdem bleibt die 25-Jährige hartnäckig und folgt den Spuren der Vergangenheit. Dieser Weg führt sie von Wien nach Warschau. Sita dringt tiefer in die Geschichte ihrer Familie ein und deckt immer mehr erschreckende Details auf.
Wer in der Vergangenheit gräbt, stößt möglicherweise auf unschöne Geheimnisse. Dies zeigt Barbara Alberts "Die Lebenden". Das Drama setzt sich mit Themen wie Schuld und Verantwortung auseinander. Die Inszenierung ist allerdings wenig gelungen. Als Zuschauer langweilt man sich schnell, da es dem Film an einer überzeugenden Dramaturgie fehlt. Höhepunkte fehlen und das Publikum bleibt unbefriedigt.

Albert bemüht sich, einen einfühlsamen Film zu schaffen. Obwohl die Story des Filmes vielversprechend klingt, ist die Umsetzung allerdings zu oberflächlich. Als Zuschauer kann man sich nie ganz in die Geschichte einfühlen. Auch die Kameraführung überzeugt nicht. Verwackelte Bilder und unscharfe Nahaufnahme schaffen einen künstlerischen Effekt. Auf das Publikum wirken diese Einstellungen jedoch eher störend als betörend. Ein paar Pluspunkte kann "Die Lebenden" trotzdem einheimsen. Die Dialoge sind originell und Anna Fischer glänzt in der Rolle als emotionale, freiheitsliebende Enkelin eines ehemaligen SS-Soldaten.
Marlene Griesmayer, Filmreporter.de
Sita (Anna Fischer) erfährt, dass ihr Großvater bei der SS gedient hat. Die 25-Jährige begibt auf eine Reise in dessen Vergangenheit. Dabei deckt...
 
Galerie: Die Lebenden
In "Die Lebenden" glänzt Anna Fischer in der Hauptrolle. Auch die musikalische Untermalung ist gelungen und in jeder Szene passend. Ansonsten...
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Die Lebenden
2022