Grandfilm
Zama (2017)

Zama

Originaltitel
Zama
Genre
Drama
Land /Jahr
Argentinien, Brasilien, Spanien, Dominikanische Republik, Frankreich, Niederlande, Mexiko, Schweiz, USA, Portugal, Libanon 2017
 
115 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
12.07.2018 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei Grandfilm
Regie
Lucrecia Martel
Darsteller
Daniel Giménez Cacho, Lola Dueñas, Matheus Nachtergaele, Juan Minujín, Nahuel Cano, Mariana Nunes
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungTrailerGalerieDVDs
Drama um einen Offizier im ewigen Wartemodus
Don Diego de Zama (Daniel Giménez Cacho) ist Offizier der spanischen Krone. Als das Schicksal ihn in ein kleines Provinzörtchen am Meer verschlägt, glaubt der Soldat, dass sein Aufenthalt von kurzer Dauer sei. Eine Nachricht vom König, die jederzeit eintreffen soll, wird ihn erlösen und nach Buenos Aires versetzen. Davon ist er überzeugt, weshalb er sich unermüdlich im Wartezustand befindet.

Unter keinen Umständen darf Zama negativ auffallen. Nichts darf dabei seine Versetzung gefährden, weshalb er jede Anweisung des zuständigen Gouverneurs des Ortes untertänigst befolgt. So vergehen die Jahre, doch der Brief des Königs bleibt aus. Eines Tages schließt sich Zama einer Gruppe von Soldaten an, die Jagd auf Verbrecher macht.
Die argentinische Regisseurin und Drehbuchautorin Lucrecia Martel hat mit ihrem vierten Spielfilm nicht den Anspruch, ein realistisches Bild von einer längst vergangenen Epoche Lateinamerikas zu zeichnen. Sie will die Vergangenheit vielmehr erkunden und zwar 'mit der gleichen Respektlosigkeit, mit der wir sonst über die Zukunft nachdenken', wie die Filmemacherin sagt.

Losgelöst von der Gegenwart ist die Vergangenheit nicht, wie Martel weiß. Damals wie heute ist die Welt 'unüberschaubar', 'mit unverständlich erscheinenden Frauen und Männern'. Vor allem war der Mensch schon damals so ignorant wie heute, da er trotz seiner Sterblichkeit das Leben nicht zu nutzen weiß, sondern es immer wieder vertagt, 'als wäre der wichtigste Tag nicht heute, sondern ein Tag, der noch kommt', so die Filmemacherin.

Lucrecia Martel wird 1966 in Salta, im Norden Argentiniens geboren. Mit ihren Kurz- und Spielfilmen sowie Dokumentararbeiten gehört sie zu den bedeutendsten Filmemacherinnen ihres Landes im frühen 21. Jahrhundert. Ihre bekanntesten Filme sind "La Ciénaga - Morast", "La niña santa - Das heilige Mädchen" und "Die Frau ohne Kopf ". Die sogenannte Salta-Trilogie ist nach der Heimatstadt der Filmemacherin benannt.
Redaktion Ricore Text
Videoclip: Zama: Der Trailer
Ein Offizier der spanischen Krone (Daniel Giménez Cacho) sitzt der Provinz fest. Er wartet auf einen Brief des Königs, der ihn versetzen soll. Doch...
Die Prämisse von "Zama" erinnert an ‎Samuel Becketts "Warten auf Godot".
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Zama (2017)
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