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Frankie Muniz
Frankie Muniz über cooles Spielzeug
Interview: Ich bin ein netter Kerl
International bekannt wurde Frankie Muniz (18) mit der Fernsehserie "Malcolm mittendrin", jetzt spielt er im Kino schon zum zweiten Mal die Titelrolle in der James-Bond-Persiflage "Agent Cody Banks". Wir trafen den 1,63 Meter kleinen Teenie-Star in Los Angeles.
erschienen am 26. Juni 2004
Frankie mit Filmneuling Hanah Spearritt
Ricore: Frankie, seit dem letzten Film bist du erwachsener geworden. Wie sieht es mit Cody aus?

Frankie Muniz: Ähnlich. Im ersten Film musste er seinen ersten Auftrag für die CIA erledigen. Er hat sich ziemlich angestrengt und wollte alles richtig machen. Jetzt, im zweiten Teil, hat er schon wesentlich mehr Selbstbewusstsein und muss sich nicht mehr beweisen.

Ricore: Trotzdem mangelt es nicht an rasanten Stunt-Einlagen. Wie viel hast du davon selbst gemacht?

Muniz: Bestimmt 95 Prozent! Nur ein paar Stunts waren zu gefährlich. Da hat sich sogar der Stuntman jedes Mal verletzt. War also ganz gut, dass ich die nicht gemacht habe. (lacht)

Ricore: Hast du dich einer Newcomerin wie Hannah Spearritt gegenüber verantwortlich gefühlt?

Muniz: Klar, ich bin ja schon zehn Jahre im Geschäft. Ich hätte ihr schon geholfen, aber sie hat keine Fragen gestellt. (Pause) Na ja, so ein toller Schauspieler bin ich jetzt auch wieder nicht.

Ricore: Im Ernst?

Muniz: Ich könnte manchmal schon mehr tun, erkenne das aber immer erst, nachdem ich den Film gesehen habe. Es kommt jetzt eine schwere Zeit auf mich zu. Ich muss den Übergang vom Kinderstar zum erwachsenen Schauspieler schaffen. Das wird nicht leicht, weil ich mit meinem jungen Aussehen immer wieder für diese "Kleine Jungen"-Rollen gecastet werde. Aber jetzt ist Schluss: Nach all den Komödien ist eine ernsthafte Rolle angesagt.

Ricore: Nimmst du Schauspielunterricht?

Muniz: Nein, ich habe noch nie Schauspielunterricht genommen. Jetzt bin ich schon so weit gekommen, dass ich auch nicht mehr damit anfangen möchte.
Frankie Muniz
Ricore: Bist du ein James-Bond-Fan?

Muniz: Yeah, jeder möchte doch gerne James Bond sein. Er hat die coolsten Spielzeuge, die coolsten Autos und die coolsten Girls.

Ricore: Die heißesten Schlitten hast du ja schon. Wie viele stehen denn inzwischen in deiner Garage?

Muniz: Drei oder vier. Ich möchte aber nicht über meine Autos sprechen.

Ricore: Gut, dann kommen wir zum Thema "Privatleben". Wie hat dir London gefallen?

Muniz: Eine tolle Stadt. Ich war zwar schon ein paar Mal dort, bin aber meistens nur im Hotelzimmer gesessen, habe Interviews gegeben und bin dann wieder nach Hause geflogen. Dieses Mal habe ich drei Monate dort gewohnt.

Ricore: Hast du dich oft ins Nachtleben gestürzt?

Muniz: Ich war nach den Dreharbeiten immer ziemlich fertig. Außerdem hatte ich meine Freundin Megan dabei. Meistens habe ich sie zum Essen ausgeführt.

Ricore: Wo habt ihr euch kennen gelernt?

Muniz: Durch einen Freund, der bei einer Episode von "Malcolm mittendrin" mitgespielt hat. Sie ist ein ganz normales Girl und kam ihn am Set besuchen. Das war vor zwei Jahren. Seitdem sind wir zusammen.
Auch in Londons Bergwelt schwindelfrei?
Ricore: Findest du es gut, dass sie nichts mit dem Showbiz zu tun hat?

Muniz: Ja, ich kenne so viele Schauspieler und Schauspielerinnen, die einfach seltsam sind (lacht). Megan dagegen ist lustig und bodenständig. Ich arbeite und sie wartet auf mich.

Ricore: Hast sie ihre eigene Karriere?

Muniz: Nein, sie ist erst siebzehn und gerade mit der Schule fertig. Im Moment relaxt sie einfach nur. Das finde ich toll, weil sie dann immer für mich da sein kann.

Ricore: Wie sieht für dich die perfekte Partnerin aus?

Muniz: Jemand, mit dem ich mich unterhalten kann und der mich versteht. Megan zum Beispiel sieht ein, dass ich heute den ganzen Tag Interviews geben muss und sie erst danach sehen kann. Sie kommt damit klar, dass ich um den Globus jette und Geschichten erzähle. In einer Stunde hole ich sie ab. Dann gehen wir zu einem Basketballspiel, bei dem sie mich anfeuern wird.

Ricore: Beteiligst du dich auch an ihren Sachen? Feuerst du sie auch an?

Muniz: Natürlich. Sie nimmt Ballettunterricht. Ich war bei allen ihren Auftritten dabei. In der Schule hat sie viel Theater gespielt. Da saß ich auch jedes Mal in der ersten Reihe.

Ricore: Was sagen ihre Eltern dazu, dass du so berühmt bist?

Muniz: Megan ist auch mit den Olsen-Zwillingen befreundet. Sie sind es also schon gewohnt. Ihre Eltern vertrauen mir übrigens voll und ganz. Na ja, ich bin ja auch ein netter Kerl. (lacht)
Möchte künftig auch ernstere Rollen verkörpern
Ricore: Du spielst gerne Basketball und benützt dieses Hobby für einen guten Zweck.

Muniz: Ja, ich organisiere einmal im Jahr das Promi-Basketballspiel "Frankie Muniz Hoopla". Der Erlös geht an die Starlight Foundation, die schwerkranken Kindern hilft.

Ricore: Wie hat dir das Essen in London geschmeckt?

Muniz: Wenn Sie eine Diät machen möchten, gehen Sie nach England. Ich habe echt abgenommen. (lacht)

Ricore: Für "Unzertrennlich" lagst du mit Cher in einem Bett. Wie war das?

Muniz: Die Farrelly-Brüder hatten eine Szene im Drehbuch, die sie nur mit mir drehen wollten. Dafür bin ich ganze 23 Minuten in Miami vor der Kamera gestanden. Es war sehr witzig. Cher wusste zwar, wer ich war, aber als ich aufs Bett sprang und mein T-Shirt auszog, meinte sie ganz erstaunt: "Ach Gott, bist du klein" (lacht).

Ricore: Was sind die großen Pläne des kleinen Mannes?

Muniz: Ich möchte auf jeden Fall weg vom Fernsehen und nur noch Kinofilme drehen. Das ist abwechslungsreicher. Man trifft immer neue Leute und lernt andere Länder kennen.
erschienen am 26. Juni 2004
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