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Die im Dreck krepieren

Originaltitel
Dio è con noi
Alternativ
DVD: Gott mit uns
Genre
Kriegsfilm
 
Italien/Jugoslawien 1969
 
113 min
Regie
Darsteller
Links
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (1 User)
Gott
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Im Frühjahr 1945 werden kurz vor Kriegsende deutsche Soldaten in einem ehemaligen KZ in den Niederlanden von den Alliierten in Kriegsgefangenschaft gehalten. Die Aufsicht über die Insassen hat der kanadische Offizier Miller (Richard Johnson). Die wahre Kontrolle über die inhaftierten Soldaten hat jedoch der herrschsüchtige Oberst von Bleicher (Helmuth Schneider). Das Kommando des vom Nationalsozialismus immer noch überzeugten Deutschen ist für seine Truppe Gesetz. Bleichers diktatorischer Führung wagt kein deutscher Soldat zu widersprechen. Jeder Verrat und jede Missachtung seiner Befehle wird hart und unbarmherzig bestraft. Als ein paar seiner Männer einen Fluchtversuch unternehmen, werden sie von ihren eigenen Kameraden zurückgehalten. Der Oberst ordnet an, dass die abtrünnigen Mannen ausgepeitscht werden. Sie sollen büßen, dass sie ohne Bleichers Befugnis gehandelt haben. Die nationalistische Denkweise ist in den Köpfen der deutschen Soldaten tief verwurzelt. Sie verurteilen zwei Deserteure (Larry Aubrey, Franco Nero) der Wehrmacht, die ebenfalls im Lager eingesperrt sind zum Tot. Von Bleicher verlangt von Offizier Miller, dass die beiden Verräter für ihre Fahnenflucht hingerichtet werden.


Die italienische, jugoslawische Koproduktion von 1969 setzt sich auf hervorragende Weise mit dem nationalsozialistischen Fanatismus auseinander. Ohne Blutbäder rollt das Antikriegsdrama das abstruse Innenleben der deutschen Kriegerkaste auf. Das Erschreckende an der Geschichte ist, dass sie auf einer wahren Begebenheit basiert. Als Schauplatz dient fast ausschließlich das Gefangenlager, einem von den Alliierten umfunktionierten KZ. Die schicksalhafte Bedeutung des Ortes fügt zu der verzerrten Atmosphäre der Tragödie bei. Regisseur Giuliano Montaldo, der den zweiten Weltkrieg als Kind miterlebte, widmet sich mit Vorliebe politisch-historischen Produktionen. Besonders wichtig ist es dem Italiener, die Vergangenheit des Nationalsozialismus aufzuarbeiten. In den meisten seiner filmischen Projekte setzt sich der Italiener für mehr Toleranz und Menschlichkeit ein.
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