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El Abrazo partido

Originaltitel
El Abrazo partido
Genre
Komödie
 
Argentinien/Frankreich/Italien 2004
 
100 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Deutschland
Kinostart
21.07.2005 (D) bei
Pegasos Film
Regie
Darsteller
Links
|0  katastrophal
brilliant  10|
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El
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Ariel Makaroff (Daniel Hendler) hat mehr als nur ein Problem. So ist er auf der Suche nach seinem Vater, von dem er nur eine verwackelte Videoaufnahme besitzt. Dieser hat eines Tages die Familie verlassen, um für die israelische Armee zu kämpfen. Darüber hinaus sehnt sich Ariel, dessen Großeltern es auf der Flucht vor dem Holocaust aus Polen nach Argentinien getrieben hat, nach einem Neuanfang in der polnischen Heimat. Mutter Sonia (Adriana Aizemberg) betreibt im bunten jüdischen Viertel von Buenos Aires ein Damenwäschegeschäft. In deren unmittelbaren Nähe preist ein italienischer Händler seine Produkte laut schreiend an, ein Koreaner verkauft Feng-Shui-Artikel und ein sympathischer Herr namens Osvaldo (Isaac Fajm) versucht sich mit einem Schreibwarenladen über Wasser zu halten. In diesem multikulturellen Mikrokosmos hat Ariel so etwas wie eine kleine Familie gefunden, die ihm tagtäglich zur Seite steht. Trotzdem vermisst er eigene Wurzeln und plant ernsthaft, die polnische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Damit will er sich eine neue Existenz in Osteuropa aufbauen. Das ist aber nicht so einfach, denn Ariel spricht kein Wort polnisch, er kann nicht einmal die polischen Namen Lech Walesa und Roman Polanski fehlerfrei aussprechen.


Daniel Burman hat ein gesellschaftliches Phänomen im eigenen Land als Idee für "El abrazo partido" genommen. Die Perspektivlosigkeit und der Wunsch nach einer eigenen Identität bringen viele junge Argentinier dazu, die Staatsangehörigkeit ihrer Vorfahren anzunehmen und ihr Glück in Europa zu suchen. Der argentinische Regisseur und Drehbuchautor hat um das zentrale Thema herum ein kleines menschliches Universum aus vielen sympathischen Figuren unterschiedlicher Herkunft gebaut. Die Geschichte um den nicht mehr ganz so jungen Ariel, der in einer existenziellen Orientierungskrise steckt, wird mit viel Selbstironie, Sarkasmus und einer guten Prise jüdischen Witz erzählt. "El abrazo partido" war der argentinische Wettbewerbsbeitrag der 54. Berlinale im Jahre 2004 und hat zur allgemeinen Überraschung sowohl einen Silbernen Bären in der Kategorie "bester Darsteller", als auch den Großen Preis der Jury erhalten.
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