Buena Vista
Tierisch Wild

Tierisch wild

Originaltitel
The Wild
Regie
Steve 'Spaz' Williams
Darsteller
Jason Harris, Jess Harnell, Nicholas Guest, Eddie Frierson, Pat Fraley, Jeannie Elias
Kinostart:
Deutschland, am 01.06.2006 bei Buena Vista International (Germany)
Kinostart:
Schweiz, am 22.06.2006 bei Buena Vista International (Schweiz)
Genre
Animation/Trickfilm
Land
USA
Jahr
2006
FSK
ab 0 Jahren
Länge
81 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
4,0 (Filmreporter)
6,0 (1 User)
Ungewohnt realistisch animierte Figuren
Der kleine Löwe Ryan und sein Vater Samson leben im New Yorker Zoo. Samson ist der Star unter den Tieren. Die Zuschauer bewundern insbesondere sein beeindruckendes Brüllen. Der kleine Ryan muss hingegen noch viel üben. Weil sich die anderen Tiere über ihn lustig machen, läuft er beleidigt weg. Er will in die Wildnis und dort seinen Schrei finden. Auf der Flucht gerät er in einen Frachtcontainer, der nach Afrika verschifft wird. Samson und seine Freunde machen sich derweil große Sorgen um das Löwenkind. Sie nehmen gemeinsam die Spur des Ausreißers auf.

Zu der ungewöhnlichen Rettungscrew gehören Eichhörnchen Benny, Giraffe Bridget, Anakonda Larry und Koala Nigel. Schließlich landen die Tiere auf einer Insel. Die wird jedoch von einer Herde bösartiger Gnus bewohnt. Die Kuhantilopen leben in einer dunklen Höhle unter dem Vulkan. Sie wollen die Herrschaft der Insel an sich reißen. Der Anführer der Herde, Kazar, wurde auf wundersame Weise von einem Plüschkoala vor wilden Löwen gerettet. Seitdem wartet er auf die Ankunft des Gotteswesens, das ihm bei seinem Plan helfen soll. Nebenbei vertreibt er sich die Zeit mit Tanzchoreografien für seine Herde.
Wie viele Disneyfilme der letzten Jahre, ist auch "Tierisch wild" fürchterlich laut. Die Figuren rasen von einem Abenteuer zum nächsten. Es bleibt keine Zeit, um mal Luft zu holen oder Details der Zeichnungen zu studieren. Die Story ist gespickt mit Lachern und Kracheffekten, die Stück für Stück abgearbeitet werden. Es gibt nur wenige stille Momente, in denen einem die Figuren etwas näher kommen. Für jüngere Kinder ist das problematisch, denn das Verhältnis zwischen Spannungs- und Entspannungsphasen ist unausgewogen.

Viele Kinder werden von dem turbulenten Abenteuer überfordert. Sie können die vielen akustischen und visuellen Informationen nicht verarbeiten. Zudem sind einige Szenen zu unheimlich für die Kleinsten. Die bösen Gnus, besonders Kazar, haben schreckliche Fratzen. Die Augen sind blutunterlaufen, die Mimik ist verzerrt. In der Höhle herrscht durch die dominierenden Rot- und Schwarztöne eine bedrohliche Atmosphäre, die musikalisch noch unterstützt wird. Positiv sollte die Animation der Figuren erwähnt werden.

Selten wurden im Kino so naturgetreu animierte Tiere gezeigt. DisneyDas Zusammenspiel zwischen der märchenhaften Geschichte und den realistischen Bildern ist durchaus reizvoll. Vor allem Löwe Samson sieht unglaublich echt aus. Auch sind den Machern viele witzige Einfälle gelungen, die bei den erwachsenen Zuschauern für Lacher sorgen werden. Jüngere Kinder sollten den Film nicht ohne Begleitung ansehen.
Tatjana Niezel, Filmreporter.de
Videoclip: Tierisch wild
Der kleine Löwe Ryan will in die Wildnis und dort seinen Schrei finden. Auf der Flucht gerät er in einen Frachtcontainer, der nach Afrika...
 
Galerie: Tierisch wild
Die Story ist gespickt mit Lachern und Kracheffekten, die Stück für Stück abgearbeitet werden. Es gibt nur wenige stille Momente, in denen einem...
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Tierisch wild
2022