Ein ganz gewöhnlicher Dieb - Ordinary Decent Criminal
Ein ganz gewöhnlicher Dieb - Ordinary Decent Criminal

Ein ganz gewöhnlicher Dieb - Ordinary Decent Criminal

Originaltitel
Ordinary Decent Criminal
Genre
Krimi
Land /Jahr
Großbritannien 1999
 
90 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Film
Filmstart
11.01.2001 ( Kino Deutschland ) bei Paramount Pictures
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
4,0 (1 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungGalerieDVDs
Michael Lynch (Kevin Spacey) ist Gauner aus Überzeugung. Das "verdiente" Geld bedeutet ihm dabei nicht so viel, wie der Nervenkitzel bei seinen Raubzügen. Lynch liebt zwei Schwestern (Linda Fiorentino und Helen Baxendale), sorgt sich um die gemeinsamen Kinder und geht zudem in seiner Arbeit als Berufskrimineller richtig auf. Elegant, pfiffig und raffiniert hält er mit seinen Raubzügen die Polizei zum Besten. Von den Gesetzeshütern verfolgt und vom irischen Volk als Helden gefeiert, führt er die Justiz mit seinen smarten Beutezügen an der Nase herum. Lynch liebt es im Mittelpunkt des öffentliche Interesses zu stehen und will wie ein Star von seinem Publikum gefeiert werden. Als man Detective Sergeant Quigley (Stephen Dillane) auf ihn ansetzt, zeigt er keine Angst. Statt dessen fühlt sich das Schlitzohr Lynch herausgefordert und will gleich zwei Jahrhundert-Coups durchziehen. Auf seiner Liste steht der grandioseste Goldraub aller Zeiten und die Erbeutung eines wertvollen Caravaggios aus der National Gallery. Leider hat Lynch die Rechnung ohne die IRA gemacht, die es auch schon lange auf das Gold abgesehen haben.
Wie raubt man ein Museum aus? Man verkleidet sich als amerikanische Touristen, spaziert zu den normalen Öffnungszeiten in das Museum, nimmt die Bilder von der Wand und verlässt die Halle der Kunst wieder. Klingt einfach - ist es auch. Michael Lynchs Band folgt diesem dreisten Plan und erbeutet somit einen wertvollen Caravaggio. Doch wer ist dieser ausgewiefte Dieb? Im Original war es die irischen Legende Martin Cahill, einem Gangster aus den Dubliner Slums, der gegen die ganze Welt angetreten war. Thaddeus O'Sullivan macht aus ihm die Figur Michael Lynch. Die von Kevin Spacey charmant verkörperte Gestalt zeigt ihn als liebenden Familienvater und als ausgekochtes, geniales Schlitzohr. Dieser charmante Gauner ist der Polizei immer einen Schritt voraus und kann das Stehlen einfach nicht lassen. Geld lockt ihn nicht, es ist der Nervenkitzel, der ihn reizt. Von einem Überfall auf das Sozialamt bis zur Neugestaltung des örtlichen Golfplatzes, nichts ist ihm heilig. Thaddeus O'Sullivan zeigt mit viel Witz einen fröhlichen Gangsterfilm, der einfach nur unterhalten will. Dabei inszeniert er augenzwinkernd die dreisten Raubzüge mit Tempo und der erforderlichen Mischung aus Spannung und Action. Es ist schön mal keine Psychoanalyse oder eine gebrochene Heldenfigur vorgesetzt zu bekommen.
Heike Maleschka/Filmreporter.de
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2021