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GG 19 - 19 gute Gründe für die Demokratie

GG 19 - 19 gute Gründe für die Demokratie

Originaltitel
GG 19 - 19 gute Gründe für die Demokratie
Alternativ
GG 19 - Eine Reise durch Deutschland in 19 Artikeln
Regie
Boris Anderson, Ansgar Ahlers, Marcel Ahrens
Darsteller
Adriana Altaras, Thomas Bading, Stephan Boden, Martin Brambach, Katja Brenner, Oliver Bröcker
Kinostart:
Deutschland, am 31.05.2007 bei NFP marketing & distribution
Genre
Komödie, Drama
Land
Deutschland
Jahr
2007
FSK
ab 6 Jahren
Länge
120 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
4,0 (Filmreporter)
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Den Einstieg in die Dokumentation über das deutsche Grundgesetz gewährt die Episode mit dem entlaufenen Artikel18, der von einem dicklichen Mann im gelben Superhelden-Trikot gespielt wird. Er beschwert sich, dass er noch nie in seiner Geschichte benützt wurde. Er soll die Grundrechte vor Missbrauch schützen. Da er das langweilige Leben abscheut, macht er sich auf die Suche nach Menschen, die seine Existenz rechtfertigen. Die zweite Episode erinnert in ihrer Gestaltung an Terry Gilliams "Brazil" und zeigt den mühevollen Weg eines Imbissbudenbesitzers durch die Institutionen, von denen er Gerechtigkeit fordert. In den weiteren 17 Kurzfilmen werden Gleichberechtigung, Freizügigkeit, Glaubensfreiheit, Meinungsfreiheit und die anderen Grundrechte thematisiert. Der Beitrag über die Unantastbarkeit der Menschenwürde ist besonders gelungen: ein Familienvater wird Opfer einer geschmacklosen und grausamen TV-Show. Das überraschende Ende sorgt für einen bitteren Beigeschmack und macht nachdenklich.
Regisseur und Produzent Harald Siebler hatte die Idee, das Grundgesetz einem breiten Publikum mit lebendigen, aktuellen und provokanten Beiträgen näher zu bringen. In Zusammenarbeit mit der Drehbuch Master School Berlin startete er eine bundesweite Ausschreibung. Daraufhin haben sich 482 Drehbuchautoren gemeldet. Eine interdisziplinäre Jury hat die 19 prägnantesten Skripte ausgewählt. Diese Vorgehensweise erklärt die Stillvielfalt der Beiträge. Manche haben einen absurden, fast wirklichkeitsfremden Still. Andere parodieren TV-Formate oder Kinokassenhits. Eine andere Gruppe hält sich an realistischen Gestaltungskonzepten. Ein Großteil der Episoden misslingt allerdings diese Aufgabe, ihre Aussagen sind zu vage und kommen nicht auf den Punkt. "Kaspers Erbe" soll etwa das Recht auf Eigentum thematisieren, herausgekommen ist allerdings ein etwas dilettantischer Streifen, dessen Sinn auf der Strecke bleibt.
Tzveta Bozadjieva, Filmreporter.de
19 Künstler räsonieren über das deutsche Grundgesetzt. Die Begegnung von Film und Politik auf der Leinwand ist nicht neu, doch die Zusammenarbeit...
 
Die 19 Kurzfilme der Dokumentation "GG 19" erklären die ersten 19 Artikel des Grundgesetzes. Aus einer unvoreingenommenen Perspektive setzen sich...
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2022