Das Lied in mir

Originaltitel
Das Lied in mir
Alternativ
The day I wasn't born
Genre
Drama
 
Deutschland/Argentinien
 
94 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
10.02.2011 ( D | CH | A ) bei Schwarz/Weiß Filmverleih
Regie
Florian Micoud Cossen
Darsteller
Jessica Schwarz, Michael Gwisdek, Rafael Ferro, Beatriz Spelzini, Alfredo Castellani, Marcela Ferrari
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IMDB
Das Lied in mirSchwarz-Weiss Filmverleih
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brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
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Wie verändert man ein Leben, das auf Lügen fußt?
Am Flughafen von Buenos Aires hört Maria (Jessica Schwarz) zufällig ein spanisches Kinderlied, das ihr sofort vertraut vorkommt. Obwohl sie kein Wort Spanisch spricht, erinnert sie sich an Text und Melodie. Von einem Moment auf den anderen bricht Maria in Tränen aus und verpasst wegen des emotionalen Tiefs ihren Anschlussflug nach Chile. Beim anschließenden Streifzug durch die argentinische Hauptstadt stellt sie fest, dass ihr Pass abhanden gekommen ist. Da ihr auf der Polizeiwache nicht gleich geholfen werden kann, sitzt Maria erst einmal in der fremden Stadt fest.

Kurt darauf steht ihr Vater Anton (Michael Gwisdek) vor ihr, dem sie am Telefon beiläufig von dem Lied erzählt hat. Von ihm erfährt die 31-Jährige die Wahrheit über ihre Herkunft: Maria wurde in Buenos Aires geboren, wo sie die ersten drei Jahre ihres Lebens verbracht hat. Nachdem ihre leiblichen Eltern während der Militärdiktatur spurlos verschwanden, wurde sie von Anton und dessen Frau adoptiert und nach Deutschland gebracht. Wütend und verstört macht sich Maria auf die Suche nach Angehörigen ihrer argentinischen Familie.
 
"Das Lied in mir" ist der Abschlussfilm von Florian Micoud Cossen als Absolvent der Filmakademie Baden-Württemberg. Sein Spielfilmdebüt konnte bereits bei der Weltpremiere auf dem Festival in Montreal die Auszeichnung der Kritikervereinigung sowie den Publikumspreis gewinnen. Auch bei Festivals in Zürich, Hof und Biberach wurde das Werk gelobt und mit Auszeichnungen gewürdigt. Die argentinische Hauptstadt Buenos Aires dient als Kulisse für ein kulturüberschreitendes Drama, in dessen Mittelpunkt der Selbstfindungsprozess der Hauptfigur steht.

Obwohl Jessica Schwarz mit ihrem zurückhaltenden Spiel die Gefühlspalette zwischen Wut, Enttäuschung, Neugier und Liebe überzeugend darstellt, nimmt man ihr die entfremdete Argentinierin nicht so recht ab. Eine unbekannte Darstellerin wär für die Rolle vielleicht die bessere Alternative. Nichtsdestotrotz weiß Cossens Inszenierung durch die emotionsbetonende Nähe zu den Figuren und eine atmosphärische Dichte zu gefallen. Nebenbei ist ein beeindruckendes Porträt von Buenos Aires gelungen, das den bis in die Gegenwart reichenden Einfluss der 1982 beendeten argentinischen Militärdiktatur deutlich macht.
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Das Lied in mir
Videoclip: Das Lied in mir
Florian Micoud Cossen erzählt die Geschichte einer 31jährigen Deutschen (Jessica Schwarz), die auf einer Reise durch Südamerika ein spanisches Kinderlied hört. Obwohl sie...  Clip starten
Galerie: Das Lied in mir
"Das Lied in mir" handelt vom Selbstfindungsprozess einer jungen Frau, deren bisheriges Leben sich als Lüge herausstellt. Florian Micoud Cossens Spielfilmdebüt wurde auf...
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