Alamode Film
El Bulli: Cooking in Progress

El Bulli: Cooking in Progress

Originaltitel
El Bulli: Cooking in Progress
Alternativ
El Bulli - Cooking in Progress
Genre
Dokumentarfilm
Land /Jahr
Deutschland 2010
 
112 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
15.09.2011 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz | Kino Österreich ) bei Alamode Filmdistribution
Regie
Gereon Wetzel
Darsteller
Ferran Adrià
Homepage
http://www.elbulli-derfilm.de
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
3,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten
Dokumentarfilm über Ferran Adriàs Molekularküche
1964 eröffnen die Deutschen Hans und Marketta Schilling in Spanien am Strand das El Bulli als einfaches Restaurant. Dreißig Jahre später ist es eines der weltweit angesehensten und bekanntesten Spitzenküchen. Ferran Adrià hat das Restaurant Ende der 1980er Jahre übernommen und eine neue Kochkunst entwickelt. Die sogenannte Molekularküche beschäftigt sich mit den chemischen Prozessen bei der Zubereitung von Speisen und Getränken. So gehört eine aus ungewöhnlichen Produkten hergestellte Nudelsorte bald zu seinen Spezialitäten.

Adriàs Restaurant bekommt 1997 den dritten Michelin-Stern, seine Gerichte werden Kult. Viele Köche beginnen weltweit seine Ideen zu kopieren. Zwischen 2002 und 2009 wird das El Bulli vom Restaurant Magazine fünf Mal als Bestes Restaurant der Welt ausgezeichnet. Gereon Wetzel hat das kreative Schaffen von Adrià und seinem Team für seine Dokumentation "El Bulli - Cooking in Progress" zwölf Monate beobachtet.
Es ist schon sehr ungewöhnlich, wenn ein Restaurant immer wieder für ein halbes Jahr schließt, um sich ganz der Entwicklung neuer Gerichte zu widmen. So ist es wenig verwunderlich, dass sich diverse Fernseh- und Filmdokumentationen mit Ferran Adriàs Spitzenrestaurant El Bulli beschäftigen.

Gereon Wetzel ("Die Reproduktionskrise") konzentriert sich in seiner Dokumentation auf die Darstellung des kreativen Arbeitsprozesses von Adrià und seinem Team. Dies gelingt dem Filmemacher auch ganz gut. So erhält der Zuschauer einen detaillierten Eindruck, unter welchem Druck die Köche an neuen Konzepten arbeiten und worauf es ihnen hierbei besonders ankommt. Da man die meisten Informationen schon in den ersten Minuten erlangt und außer der Darstellung des Schaffens nichts erzählt wird, verliert der Zuschauer jedoch schnell das Interesse an der Dokumentation.

Der soll in seiner Wahrnehmung der kreativen Prozesse nicht beeinflusst werden und die Eindrücke so individuell bleiben, wie die Gerichte der Köche. Deshalb verzichtet der Regisseur auf jegliche Interviews und Kommentare. Diese hätten dem Film jedoch gut getan. So hätten Fragen an Adrià die Dokumentation aufgelockert. Denn viele werden mit der Hoffnung ins Kino gehen, etwas über die Person des Koches zu erfahren.

Empfehlenswert wäre vielleicht auch gewesen, Eindrücke der Gäste des ungewöhnlichen Restaurants einzubinden oder Informationen über die Entstehungsgeschichte des El Bulli zu geben. So geht das Konzept des Filmemachers nicht auf, seine Dokumentation bleibt zu monoton.
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Gereon Wetzel verzichtet in seiner Dokumentation über das Spitzenrestaurant auf Interviews oder Kommentare, um die Wahrnehmung des ungewöhnlichen Arbeitsprozesses nicht zu...
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2021