Arsenal Institut
Day is Done

Day is Done

Originaltitel
Day is Done
Regie
Thomas Imbach
Kinostart:
Deutschland, am 01.12.2011 bei Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V.
Kinostart:
Schweiz, am 10.11.2011 bei Pathé Films
Genre
Dokumentarfilm
Land
Schweiz
Jahr
2011
Länge
111 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
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Dokumentarischer Blick aus dem Atelier-Fenster
Es ist immer der gleiche Blick aus dem Fenster und doch nie derselbe. Durch das Zoomen sowie unterschiedlichen Bildausschnitten wird die Aufmerksamkeit auf Details gelenkt. Mit dem Wechsel der Tageszeiten, Sommer und Winter, Regen und Sonne verändert sich das Bild immer wieder. Die Kamera zeigt einen Fabrikschlot, vorbeifahrende Züge, eine Frau, die täglich die Post reinholt, Arbeiten vor einer Lagerhalle. Dass dabei Jahre vergehen, merkt man zum einen durch die allmähliche Veränderung des Bildes. Werbetafeln wechseln, neue Gebäude entstehen, Jahreszeiten ändern sich, nur der Standpunkt des Betrachters bleibt immer gleich, ein Atelierfenster von Thomas Imbach.

Dabei hört der Zuschauer die Nachrichten des Anrufbeantworters, die über die Jahre eingegangen sind. Es wird zu Geburtstagen gratuliert und ein schönes Wochenende gewünscht. Ein Kind wird geboren und der Vater des Künstlers stirbt. Eine Frau erklärt das Ende ihrer Beziehung, aber der Adressat nimmt nie den Hörer ab….
Thomas Imbach erklärt seinen Film selbst so: "Nach einer jahrelangen Inkubationszeit zeichnete sich eine filmische Dramaturgie ab: Aus dem biographischen Material entstand eine Figur - ich nenne sie T. -, die es mir erlaubte, das Material dramatisch so zu verdichten und zu fiktionalisieren, dass daraus eine 'Seelenlandschaft' von allgemeingültigem Charakter entstand". Die Bildsprache des Films wird durch die langen, meist statischen Einstellungen manifestiert. Nur hin und wieder bewegt sich die Kamera oder zoomt ins Bild, etwa wenn sie dem Flug eines Vogelschwarms folgt.

Mehrere Jahre hat der Regisseur mit einer 35mm-Kamera immer wieder den Blick aus seinem Atelier gefilmt, das in einem Industriegebiet Zürichs liegt. Am Anfang, im Jahre 1995, dominierte ein alter Fabrikschlot das Bild. Mit dem Bau eines 126 Meter hohen Turms verändert sich das Bild allmählich. Die Anrufbeantworternachrichten stammen von Freunden und der Familie Imbachs aus den Jahren 1988 bis 2003.
Tatjana Niezel, Filmreporter.de
Videoclip: Day is Done
Der Blick aus dem Fenster des Ateliers ist meist statisch. Selten bewegt sich die Kamera. Hin und wieder ein Zoom. Im Zentrum des Blickfelds auf...
 
Galerie: Day is Done
Thomas Imbach erklärt seinen Film selbst so: "Nach einer jahrelangen Inkubationszeit zeichnete sich eine filmische Dramaturgie ab: Aus dem...
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2022