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Kampf der Kobolde

Originaltitel
The Magical Legend of the Leprechauns
Genre
TV-Film, Abenteuer, Kinderfilm
 
Großbritannien/USA/Deutschland 1999
 
172 min
Medium
Kinofilm
Regie
Darsteller
Links
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
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Kampf
Koch Media
Inhalt/Kritik • Cast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Toll gestaltetes Märchen für die ganze Familie

Eigentlich sollte es ein erholsamer Urlaub werden. Doch dann muss Jack Woods (Randy Quaid) einen seltsamen Nichtschwimmer aus dem Bach retten. Seamus Muldoon (Colm Meaney) reicht ihm kaum bis zu den Knien. Kaum hat Jack den Ertrinkenden ans Ufer gerettet, wird er unsichtbar. Für den amerikanischen Geschäftsmann ist es mit dem Erholungsurlaub in Irland jedenfalls erst einmal vorbei. Denn er macht die Bekanntschaft der ganzen Koboldsfamilie, die sein Ferienhaus bewohnt.

Flugs finden sich Jack und Seamus sowie dessen Frau Mary (Zoë Wanamaker) und Sohn Mickey (Daniel Betts) in einer klassischen Romeo-und-Julia-Geschichte wieder. Denn Mickey schleicht sich auf einen Feenball, um die angebetete Prinzessin Jessica (Caroline Carver) zu treffen. Der Kobold wird entdeckt und es kommt zum Eklat. Aus der Affäre wird ein Krieg zwischen Feen und Kobolden. Nun muss Jack seine Energie gut einteilen. Einerseits möchte er seinen neuen Freunden helfen. Andererseits entwickelt er in Irland noch ein romantisches Interesse, denn die schöne Kathleen (Orla Brady) hat es ihm angetan.


Die Spezialeffekte sind veraltet, die Kostüme unsäglich albern, der Humor touchiert ständig die Grenze zum Kalauer und aus allen Poren von "Kampf der Kobolde" trieft der Edelkitsch. Doch keiner dieser Kritikpunkte vermiest dem Zuschauer das Filmerlebnis. Das liegt zum einen an der Besetzung. Die Chemie zwischen Randy Quaid ("Kingpin") und Orla Brady ("Mistresses - Aus Lust und Leidenschaft") stimmt. Ihre Liebesgeschichte funktioniert, weil sie ohne Übertreibungen auskommt. Auch "Star Trek - Deep Space Nine"-Maschinist Colm Meaney und Zoë Wanamaker ("Harry Potter und der Stein der Weisen") spielen das spielerisch zerstrittene Koboldsehepaar so sympathisch, dass man über manch Abstruses in Plot und Figurenkonstellation gerne hinwegsieht. Etwas gewöhnungsbedürftig für Rock-Fans dürfte der stark geschminkte "The Who"-Sänger Roger Daltrey als Feenkönig sein.

Zum anderen lässt einen die liebevolle Gestaltung von Kulissen und Kostümen über oben erwähnte Schwächen hinwegsehen. Selbst die pilchereske Darstellung des irischen Landidylls kann diesen Eindruck nicht schmälern. Vorindustrielle Lebensverhältnisse fügen sich gut in das Fantasy-Setting. Der Plot orientiert sich stark an William Shakespeares "Romeo und Julia" und enthält somit wenig Überraschendes. Dennoch ist "Kampf der Kobolde" ist vorzügliche Familienunterhaltung für Kinder zu empfehlen, hat aber genug zu bieten, dass auch die Eltern auf ihre Kosten kommen.
Kampf der Kobolde
Koch Media
Der TV-Zweiteiler versetzt "Romeo und Julia" in eine Fantasiewelt voller Kobolde und Feen. Veraltete Spezialeffekte und ein Tick zu viel Albernheit werden durch das gute...
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