StudioCanal
Mademoiselle Populaire

Mademoiselle Populaire

Originaltitel
Populaire
Regie
Régis Roinsard
Darsteller
Romain Duris, Déborah François, Bérénice Bejo, Shaun Benson, Mélanie Bernier, Nicolas Bedos
Kinostart:
Deutschland, am 11.04.2013 bei StudioCanal Germany
Kinostart:
Österreich, am 19.04.2013 bei Constantin Film
Kinostart:
Schweiz, am 10.05.2013 bei JMH
Genre
Komödie
Land
Frankreich
Jahr
2012
FSK
ab 0 Jahren
Länge
111 min.
IMDB
IMDB
Homepage
http://www.mademoisellepopulaire.studiocanal.de
|0  katastrophal
brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsTrailerGaleriebewerten
Harmlose Komödien-Unterhaltung ohne Tiefgang
Irgendwo in einer Kleinstadt in Frankreich des Jahres 1958. Rose (Déborah François) arbeitet im Krämerladen ihres Vaters. Die junge Frau will aber höher hinaus. Sie träumt davon, als Sekretärin zu arbeiten. Als sie eine Anstellung bei Louis Echard (Romain Duris) bekommt, stellt sie sich als völlig unbegabt für den Beruf heraus. Dennoch behält sie Louis, weil er zumindest ein Talent bei ihr entdeckt hat.

Rose kann schneller tippen, als jede andere Anwärterin auf die Stelle. Dabei beherrscht sie nicht einmal die Zehnfingermethode sondern tippt nur mit der Zwei-Finger-Technik. Der sportliche Ehrgeiz ist in Louis jedoch geweckt und so meldet er Rose beim regionalen Schnellschreib-Wettbewerb an. Um diese und andere Meisterschaften zu gewinnen, ist ab sofort ein hartes Training angesagt. Es dauert nicht lange, bis sich erste Erfolge abzeichnen.
Das Kino-Debüt von Régis Roinsard birgt durchaus gesellschaftlichen Zündstoff in sich, da es die Stellung der Frau in der französischen Gesellschaft in den 1950ern behandelt. "Mademoiselle Populaire" möchte dies jedoch nicht problematisieren, sondern ist nur harmlos-gepflegte Komödien-Unterhaltung. Dass sich beide Geschlechter in tradierte Rollenmuster einfügen und nicht einmal ansatzweise daran rütteln, wird gar nicht erst in Frage gestellt. Stattdessen erschöpft sich die Erzählung in der Schilderung eines Schreibmaschinen-Wettbewerbs, der zwar einigen Unterhaltungswert besitzt, erhellende Einblicke in die Zeit jedoch kaum bietet.

Mit dem Mangel an thematischer Differenzierung geht eine äußerst dünne Charakterzeichnung einher. Während sich die Motivation der Protagonistin allenfalls im Ausbruch aus der kleinbürgerlichen Enge erschöpft, entwickelt ihr Chef den Ehrgeiz, seine Angestellte zur besten Stenotypistin auszubilden. Dabei gibt der Film zwei Erklärungen für diesen Charakterzug. Zum einen liegt er im angespannten Verhältnis des Mannes zu seinem Vater begründet. Der hat an seinem Sohn ständig etwas auszusetzen. Zum anderen haben seine traumatischen Kriegserfahrungen und der Verlust einer Beziehung sowohl seinen Charakter als auch sein vorsichtiges Verhalten zu Frauen wesentlich geprägt.

Trotz dieses kausalen Verhältnisses zwischen Erfahrung und Persönlichkeitsstruktur sind sowohl die Hauptfiguren als auch vor allem die Nebencharaktere des Films eher Typen als Menschen aus Fleisch und Blut. Ebenso sind Ausstattung und Kostüme mehr Überzeichnung als Realismus. Gerade hier zeigt es sich, dass sich die Komödie primär in sinnlichen Schauwerten erschöpft und mehr Gefallen als Reflexion bei seinen Zuschauern sucht. Nicht anders verhält es sich mit der Inszenierung, die über den Hang zum Verspielten ein ums andere Mal auf der Stelle tritt und zudem immer wieder die Grenze zum Sentimentalen und Rührseligen überschreitet.
Willy Flemmer, Filmreporter.de
In einem französischen Kleinstädtchen des Jahres 1958 hat Rose (Déborah François) einen Traum. Sie will aus der Enge ihrer kleinbürgerlichen...
 
Mit "Mademoiselle Populaire" hat Régis Roinsard eine harmlose Komödie geschaffen. Die unterhält zwar bestens, hat jedoch wenig Tiefgang.
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2021