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Kops

Originaltitel
Kopps
Genre
Komödie
 
Schweden 2003
 
87 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Film
 
 
Filmstart
06.05.2004 ( D | CH ) bei EuroVideo Medien
 
 
Regie
Josef Fares
Darsteller
Erik Ahrnbom, Fares Fares, Christian Fiedler, Sissela Kyle, Torkel Petersson, Göran Ragnerstam
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
8,0 (Filmreporter)
6,9 (9 User)
Kops (Kino)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerienDVDsbewerten

Im verschlafenen schwedischen Nest Högsboträsk ist die Kriminalitätsrate so niedrig, dass die gutaussehende Polizistin Jessica (Eva Röse) vom Hauptquartier dem örtlichen Polizeirevier die Schließung ankündigen muss. Die etwas kauzigen Polizeibeamten Jacob (Fares Fares, der Bruder des Regisseurs), Benny (Torkel Petersson), Agneta (Sissela Kyle) und Gatte Lasse (Göran Ragnerstam) haben nämlich nicht viel mehr zu tun, als ab und an mal eine entlaufene Kuh wieder einzufangen.

Aber deshalb gleich den Job verlieren zu müssen? Undenkbar! Und so lassen sich die Polizisten einiges einfallen, um Jessica davon zu überzeugen, wie dringend die Polizei in Högsboträsk gebraucht wird: Die Kriminalitätsrate muss einfach massiv gesteigert werden! Zunächst bestechen Lasse und Jacob den Dorfpenner mit einer Flasche Schnaps, damit er den Tante-Emma-Laden ausraubt. Wenig später schaffen es die unfähigen Polizisten, ausgerechnet die Imbissbude in die Luft zu jagen, in der sie jeden Tag zu Mittag essen. Und plötzlich kommt es auch noch zu einer spektakulären Geiselnahme. Da kann doch nur die Mafia dahinterstecken - oder?


Es lässt sich nur erahnen, wie viel Spaß der Regisseur und Drehbuchautor Josef Fares beim Schreiben und inszenieren von "Kops" gehabt haben muss. Von der ersten Minute an folgt ein Gag dem nächsten, und selbst wenn diese manchmal etwas flach geraten, sorgen die Schauspieler dafür, dass wir das gern übersehen. Herausragend ist vor allem Torkel Petersson, der mit Bravour den einfältig-sympathischen Möchtegern-Cop Benny spielt. Der hat in seinem Leben so ziemlich jeden Hollywood-Film gesehen und träumt den ganzen Tag davon, in "Matrix"- oder "Stirb langsam"-Manier gegen Bösewichte und Verbrecher vorzugehen. Wenn er nach Hause kommt, schleicht er mit gezücktem Revolver von Zimmer zu Zimmer und sichert erst mal alle Räume, bevor er es sich auf dem Balkon gemütlich macht und Topflappen strickt. Aber auch seine Kollegen sind zum Schieflachen, wenn sie sich die Zeit mit Kaffeetrinken vertreiben, oder sich beim Poker von den falschspielenden Omas aus der Nachbarschaft übers Ohr hauen lassen.

Trotz geringen Budgets gelingt es dem schwedischen Team, die Anspielungen auf das Hollywood-Kino visuell überzeugend auf die Leinwand zu bringen. Da darf Benny schon mal in feinster Bullet-Time-Zeitlupe dem imaginären Kugelhagel ausweichen, um anschließend in einer Slapstick-Martial-Arts-Einlage Verbrecher zu verprügeln - also ganz so, wie er es in "Matrix" gesehen hat. All dies mag absurd klingen, und wird doch, in den Händen von Josef Fares, zu einer rundum gelungenen Komödie. Diese spielt zwar in einer verschlafenen Kleinstadt, ist aber bei allem Kaffeeklatsch rasant inszeniert und extrem kurzweilig.
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