Retronews: Ilse Werner als liebliche Kellnerin | FILMREPORTER.de
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Szene aus "Ännchen von Tharan"
Ännchen ist allseits beliebt

Ilse Werner als liebliche Kellnerin

Die Radiozeitschrift Gong besuchte die Dreharbeiten des neuen Heimatfilms "Ännchen von Tharau". Die Geschichte ist modern und wurde in dieser Art und Weise zuvor noch nie gesehen. Als Produktionsfirma tritt Apollo-Film auf. Das Werk kommt im Verleih der Deutschen London in unsere Kinos. In der Hauptrolle ist Ilse Werner als heimatverliebte Kellnerin Anna zu sehen. Am 8. August 1954 berichtet die Zeitschrift über den Film.

Ilse Werner in "Ännchen von Tharan"

Ilse Werner in "Ännchen von Tharan"

Verzwickter Liebesreigen
Anna (Ilse Werner) ist neu im Dorf, hat sich aber durch ihr fröhliches Gemüt schnell die Anerkennung der Bevölkerung erobert. Auch der Weingutsbesitzer Rotenbach (Helmuth Schneider) hat ein Auge auf die junge, hübsche Dame geworfen. Er will sie ehelichen. Doch Anna zögert, denn da ist noch der kleine Junge Utz (Klaus-Ulrich Krause), der Anna wie seine eigene Mutter behandelt. Tatsächlich fand ihn Anna auf ihrer Flucht aus Ostpreußen neben seiner toten leiblichen Mutter auf. Sie entschloss sich, den Jungen zu sich zu nehmen.

Bei sich trug der Junge ein Foto seines Vaters, der kurze Zeit später zufällig mit einer Schauspielgruppe in das kleine Weindorf kommt. Doch weder Anna noch Utz erkennen ihn. Schließlich erleidet der Vater einen Unfall und wird arbeitsuntüchtig. Doch es dauert noch ein Weilchen und zahlreiche Hindernisse müssen überwunden werden, bis Utz' leiblicher Vater und Anna zusammenkommen.

Ilse Werner, Heinz Engelmann und Klaus-Ulrich Krause in "Ännchen von Tharan"

Ilse Werner, Heinz Engelmann und Klaus-Ulrich Krause in "Ännchen von Tharan"

Eine wahre Geschichte
Wolfgang Schleifs "Ännchen von Tharau" basiert lose auf den Motiven des gleichnamigen Gedichts und Volksliedes bestehend aus 16 Strophen. Das Lied besingt die Tochter des Tharauer Pfarrers, Anna Neander. Es entstand angeblich zu ihrer ersten Hochzeit mit Pfarrer Johannes Portatius. Nachdem dieser verstarb, heiratete sie zwei weitere Male jeweils die Nachfolgepfarrer derselben Pfarrei. In den Hauptrollen sind neben Ilse Werner, Loni Heuser, Hans Hermann Schaufuß und Bruno Hübner zu sehen.
Andrea Niederfriniger, Filmreporter.de - 30. Juni 2018
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