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Harmonisches Ehepaar? Paul Hörbiger mit Trude Marlen

Filmwelt

Feuer in den Ufa-Studios!
Alles nur ein Spiel
In den Kinosälen verfolgen wir mit Spannung und Amusement, was Regisseure und Schauspieler in fruchtbarer Zusammenarbeit kreieren. Aber wie entstehen die Machwerke, die uns so viel Freude bereiten? Folgen die Schauspieler strikt den Anweisungen des Drehbuchs oder können sie ihre eigene Sichtweise einbringen? Und wie kompromissbereit sind Regisseure, die allgemein als schwierig gelten? Ein Reporter der Filmwelt bekam die Chance, diesen Fragen in den Berliner Ufa-Studios auf den Grund zu gehen.
Regisseur Ralph Arthur Roberts bei der Arbeit

Filmwelt

Zwei Frauen kämpfen um Paul Hörbiger

In den Ufa-Studios wird derzeit die Romanze "Spiel mit dem Feuer" gedreht. Regisseur Ralph Arthur Roberts konnte dafür Paul Hörbiger, Trude Marlen und Elga Brink vor die Kamera bringen. Hörbiger spielt einen Architekten, der von einer schönen Sängerin (Elga Brink) bezirzt wird. Das gefällt seiner Angetrauten (Trude Marlen) natürlich gar nicht, weshalb sie alles unternimmt, um den Gatten zurück zu erobern.

Im Gegensatz zu diesem komplizierten Filmgeschehen geht es hinter der Bühne äußerst harmonisch zu. In einem mondänen Ankleidezimmer thront Regisseur Roberts auf einer großen Couch mit unzähligen seidenen Kissen. Vor ihm steht eine Berliner Weiße mit Himbeere, an der er während des Gesprächs mit Paul Hörbiger und Elga Brink eifrig nippt. Mit dabei sind auch Kameramann Fritz Arno Wagner und Regieassistent Fredersdorf.

Diskutiert wird die nächste Szene, ein Dialog, der nicht richtig klingen will. Hörbiger und Brink proben ihn so lange, bis sie die geschriebenen Worte in ihre eigenen gegossen haben und alle Beteiligten zufrieden gestellt sind. "So machen wir's!", sagen sie und machen sich in Eintracht auf den Weg in die Kulisse. Bei so viel Einverständnis kann die Szene ja nur gelingen!


Elga Brink als schöne Sängerin

Filmwelt

Einmaliges Regieerlebnis

"Spiel mit dem Feuer" blieb die einzige Film-Regiearbeit von Ralph Arthur Roberts. Seit seiner Jugend war er im Theater tätig, 1903 feierte er sein Schauspieldebüt am Residenztheater in Wiesbaden. Sechs Jahre später war er Mitglied des Hamburger Thalia-Theaters, wo er erste Erfahrungen als Regisseur sammelte. Ein Traum ging 1928 in Erfüllung: Roberts gründete in Berlin sein eigenes Theater, in dem er einige Male selbst verfasste Stücke auf die Bühne brachte.

Begabung hatte er nicht nur im Texten von Drehbüchern, sondern auch im Verfassen von Liedtexten. Einige davon kamen in "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" mit Hans Albers und Heinz Rühmann zur Verwendung. Der Kassenschlager kam 1954 auf die Leinwand, zu einem Zeitpunkt, als Roberts bereits tot war. Er starb 1940 an einer Austernvergiftung.

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