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Marlon Brando
"Die Kanonen von Navarone"
Retro News: Großer Kriegsfilm geplant
In England wird ein großes Filmprojekt vorbereitet. Für das Kriegsdrama "Die Kanonen von Navarone" ist ein Staraufgebot ersten Kalibers vorgesehen. Neben Marlon Brando sollen noch weitere Schauspielgrößen an der Verfilmung von Alistair MacLeans Roman teilnehmen. Filmfreunde dürfen sich schon jetzt auf ein großes Spektakel freuen.
Von  Jassien Kelm/Filmreporter.de,  19. März 2013
Film und Frau
Cary Grant
Klare Vorstellungen über Besetzung
Wie die Film Revue in ihrer Ausgabe vom 28. Oktober 1958 berichtet, soll Produzent Carl Foreman bereits klare Vorstellungen von der Besetzung des Films haben. Neben Marlon Brando werden Alec Guinnesss, Cary Grant und Jack Hawkins an dem Kriegsfilm mitwirken. Doch damit nicht genug. Für die Hauptrolle ist kein Geringerer als William Holden vorgesehen. Foreman hat das Drehbuch bereits abgegeben.

Es heißt, er habe Holden, dem Star aus "Die Brücke am Kwai", die Hauptrolle auf den Leib geschrieben. Ob es bei einem friedlichen Stelldichein der Schauspieler bleibt, ist fraglich. Schon oft mündeten in solchen Fällen kleine Eifersüchteleien in Mißgunst und Zank, die mitunter ambitionierte Projekte haben kippen lassen. Doch wir wollen den Teufel nicht an die Wand malen und hoffen, dass Regisseur Alexander Mackendrick seine Darsteller in Zaum halten kann.
Ricore
Die Bäumchen-Wechsel-Dich von Navarone
Alexander Mackendrick konnte die angekündigten Darsteller tatsächlich nicht in Zaum halten. Von den genannten Stars spielte nämlich nicht einer mit. Der für die Hauptrolle vorgesehene William Holden, einer der zugkräftigsten Schauspieler seiner Zeit, verlangte eine Gage von 750.000 Dollar und wollte zudem mit 10 Prozent am Einspielergebnis beteiligt werden. Das war Produzent Carl Foreman zu viel, er engagierte Gregory Peck. An dessen Seite spielten David Niven und Anthony Quinn. Dieses Ensemble konnte Regisseur Mackendrick dann durchaus in Zaum halten. Allerdings durfte er dies nur wenige Tage tun, danach wurde er wegen zu langsamer Arbeit von Foreman entlassen.

Unter dessen Nachfolger J. Lee Thompson wurden "Die Kanonen von Navarone" zu einem überragenden Erfolg. Der Kriegsfilm entwickelte sich zum größten Kassenschlager des Jahres 1961. Die Dreharbeiten fanden unter anderem auf Rhodos statt. Anthony Quinn sollte noch häufiger in Griechenland drehen. Zum Dank schenkte ihm die griechische Regierung wenige Jahre nach dem Film die Vagies Bucht, einen der Schauplätze des Kriegsfilms. Die Entscheidung wurde später revidiert, doch bis heute ist der gebräuchliche Name für die Vagies Bucht "Anthony-Quinn-Bucht". "Die Kanonen von Navarone" wurden übrigens für sieben Oscars nominiert, doch an "West Side Story" (elf Oscars) gab es 1961 kein Vorbeikommen. Am Ende gab's immerhin einen Preis für die besten Effekte.
Von  Jassien Kelm/Filmreporter.de,  19. März 2013
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2021