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Brigitte Bardot schüttelt ihr Haar in "Und immer lockt das Weib"
Film Revue

Roger Vadim inszeniert Dionysos-Tanz

Brigitte Bardot im Mambo-Rausch
Schmolllippen, blonde Mähne und Wunderfigur sind zu den Markenzeichen von Filmstar Brigitte Bardot geworden. Ihre Attribute hat sie nirgendwo verführerischer zur Geltung gebracht als im Liebesfilm "...und immer lockt das Weib" von Roger Vadim. Seit 1952 ist er der Gatte des blonden Energiebündels Bardot, der gemeinsame Film ist sein Regiedebüt. Das Magazin Film Revue veröffentlicht in der Ausgabe vom 22. Januar 1957 erste Fotoaufnahmen vom Dreh.
Von  Tzveta Bozadjieva, Filmreporter.de,  9. November 2017

...und barfuss tanzt das Weib

Absolut befreit bewegt sich Brigitte Bardot über die Tanzfläche. Mit der Grazie einer jungen Raubkatze wirbelt sie begleitet von Mamboklängen über den Filmset. Feuer muss durch ihre Venen fließen, auch Regisseur Roger Vadim ist von ihrer tänzerischen Hingabe fasziniert. Mit unschuldigem und doch verführerischem Blick, mit dem engen Rock bis zum Gürtel geöffnet und losem Haar wirkt sie wie eine exaltierte Gottesanbeterin. Ihr Tanz wird zweifellos einer der Höhepunkte des Films.

An der Seite der blonden Furie spielt Jean-Louis Trintignant ihren Filmehemann. Erst im vergangenen Jahr 1956 gab der Darsteller sein Leinwanddebüt. Der erfahrene deutsche Schauspieler Curd Jürgens mimt den älteren Eric Carradine, der ebenfalls in Juliete Hardy (Bardot) verliebt ist.


Brigitte Bardot
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Brigitte Bardot

Anfang eines Mythos

Roger Vadims "...und immer lockt das Weib" sorgte nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1956 für Furore. Wegen seines expliziten sexuellen Inhalts wurde das Liebesdrama von katholischen Kreisen in den USA massiv angegriffen. Das Ehepaar Brigitte Bardot/Roger Vadim gelangte mit dem Werk dennoch zu Weltruhm. Der Regisseur wird als einer der Vorläufer der französischen Novelle Vague kategorisiert. Brigitte Bardot gilt spätestens seit ihrem explosivem Tanz in der Schlussszene als Sexsymbol. Ein Image, an dem sich jahrzehntelang nichts ändern sollte.

Für die Liebe der beiden Künstler erwies sich das Drama jedoch als fatal. Ein Jahr nach den Dreharbeiten ließen sich Vadim und Bardot scheiden. "Von dem Augenblick, in dem ich Brigitte befreite, in dem sie sie selbst war, ging unsere Ehe bergab", soll der Regisseur gesagt haben. Ob er auf die Tanzszene in seinem Film anspielt, blieb unklar.
Von  Tzveta Bozadjieva, Filmreporter.de,  9. November 2017

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