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Balkan Traffic - Übermorgen Nirgendwo

OriginaltitelÜbermorgen Nirgendwo
AlternativVerliebt in eine Leiche (Österreich) Balkan Traffic (Arbeitstitel)
GenreKomödie
Land & Jahr Deutschland/Kroatien/Österreich 2007
FSK & Länge 83 min.
KinoDeutschland
AnbieterHoferichter & Jacobs
Kinostart04.12.2008
RegieMarkus Stein
DarstellerAstrit Alihajdaraj, Vladimir Pavic, Marko Pustisek, Heribert Sasse, Petra Schmidt-Schaller
Homepage http://www.balkan-traffic.de
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGaleriebewerten

Was tun, wenn man auf eine lebendige Leiche stößt?

Wenn ein geliebter Mensch von dieser Welt geht, bleiben die Nachfahren nicht nur auf der Trauerarbeit, sondern oft auch auf den horrenden Bestattungskosten sitzen. Im Zuge der generellen Preisverschärfung gehören auch Begräbnisse mittlerweile zu einem Luxusgut - vor allem wenn der Leichnam von Berlin nach Bosnien-Herzegowina transportiert werden soll. Hier setzt die listige Geschäftsidee des Serben Zoki (Vladimir Pavic) und den Bosniaken Feti (Marko Pustisek) an. Die Beiden verfrachten die eisgekühlten Verblichenen auf die Rückbank ihres Autos und kurven mit der stummen Fracht nach Südosteuropa. Ein lohnendes Betätigungsfeld - weil steuerfrei. Der kühne Verschickungsservice funktioniert jedoch nur bis die ambitionierte Polizistin Ulla (Petra Schmidt-Schaller) die Fährte der cleveren Transporteure aufnimmt. Unter haarsträubenden Umständen sind Zoki, Feti und die gesetzestreue Beamtin schon bald gemeinsam auf dem langen Weg zum Balkan. Für die Drei beginnt damit ein grenzübergreifendes Abenteuer.
Das Verhältnis zwischen West- und Osteuropa ist historisch vorbelastet. Im Zeitalter der offenen Grenzen und des Zusammenwachsens ist von den einst hochgesicherten Grenzwällen mittlerweile nur noch eine psychologische Demarkierungslinie übriggeblieben. Der serbische Regisseur Milan V. Puzic macht sich mit dem Zuschauer gemeinsam auf den Weg von West nach Ost, wie von Nord nach Süd. Der Weg ist dabei gleichzeitig das Ziel. Entstanden ist eine skurrile Roadmovie-Komödie die unterschiedliche Mentalitäten kontrastiert und im Laufe der Darstellung kombiniert. Mit angesagtem Balkanpopklängen unterlegt, erinnert "Balkan Traffic - Übermorgen Nirgendwo" streckenweise an Fatih Akins "Im Juli" aus dem Jahr 2000. Zusammen mit Koregisseur Markus Stein liefert Puzic einen weiteren Beleg für die lebendige Filmszene Südosteuropas.
Balkan Traffic - Übermorgen Nirgendwo

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