Verdammt sind sie alle - 1958 | FILMREPORTER.de
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Verdammt sind sie alle

OriginaltitelSome Came Running
AlternativDie Entwurzelten
GenreDrama
Land & Jahr USA 1958
FSK & Länge 137 min.
KinoDeutschland
RegieVincente Minnelli
DarstellerPaul Jones, Frank Sinatra, Donald Kerr, Harold Lakeman, Len Lesser, William Lockridge
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenFeatureDVDsbewerten

Ein Freidenker in der Enge der Provinz

Das war ein Spaß mit schwerwiegenden Folgen: nach einem Trinkgelage wird Kriegsveteran Dave Hirsch (Frank Sinatra) von seinen Freunden in den Bus nach Hause gesetzt. In der kleinen Provinzstadt lebt Daves Bruder Frank (Arthur Kennedy). Doch das Verhältnis zwischen ihnen ist eher unterkühlt. Ein gemeinsames Essen soll das Eis zwischen den Brüdern zum Schmelzen bringen. Franks Frau will den Ex-Soldaten nicht in ihrem Haus haben und meidet die Familienstimmung. Sie lädt Literaturprofessor French und seine Tochter Gwen (Martha Hyer) ein. Die junge Frau zeigt unverhohlen ihr Interesse für den alkoholsüchtigen Kriegsveteranen. Vor Jahren hat er sich als Schriftsteller versucht, doch ohne Erfolg. Zwischen der anständigen Gwen und dem abgewrackten Dave funkt es, doch er wehrt sich zunächst gegen die aufkommenden Gefühle. Lieber geht er seinem gewohnten Lebensstil nach: dem Trinken und dem Tanzvergnügen mit der leichtgläubigen Ginny Moorhead (Shirley MacLaine) oder dem Pokern mit dem Kleinganoven Bama Dillert (Dean Martin)...
Das Drama des erfahrenen Hollywood-Regisseurs Vincente Minnelli trägt das Markenzeichen des Metro Goldwyn Mayer Studio. Helle, klare Farben, bis ins Detail durchdachte Kostüme und Kulissen und glamouröse Stars dominieren den optischen Stil von "Some came running". Bis zur Perfektion beherrscht Kameramann William H. Daniels seine Arbeit: er vermeidet Schatten und verleiht den Darstellern eine zarte Schönheit. Inhaltlich sticht das Drama von den restlichen Studio-Produktionen der späten 1950er nicht hervor. Es ist die Liebesgeschichte zwischen einem verhärmten Soldaten und einem unschuldigen Mädchen. Frank Sinatras schauspielerische Leistung wurde bei den Oscar-Nominierungen übersehen. Dafür bekamen seine Kollegen Arthur Kennedy, Shirley MacLaine und Martha Hyer eine echte Chance auf die Statuette. Wie Sinatra blieben auch sie ohne den heiß ersehnten Preis.

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