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Verblendung

Originaltitel
Män som hatar kvinnor
Alternativ
Millénium; The Girl with the Dragon Tattoo
Genre
Thriller
 
Schweden/Dänemark 2009
 
152 min, ab 16 Jahren (fsk)
Kinostart
01.10.2009 (D) bei
NFP marketing & distribution
Regie
Darsteller
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6,0 (Filmreporter)
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Spannender Thriller nach Stieg Larssons Millenium

Zu seinem 82. Geburtstag erhält der Industrielle Henrik Vanger (Sven-Bertil Taube) per Post eine gepresste Blüte hinter Glas. Von seiner Nichte Henriette bekam er auch immer zum Geburtstag eine gepresste Blume geschenkt - bis diese vor vierzig Jahren bei einer Familienfeier spurlos verschwand. Rätselhaft ist, dass er auch weiterhin zum Geburtstag eine Blume per Post bekommt, aus den entferntesten Ländern. Ist das alljährliche Geschenk nur ein herber Spaß oder steckt ein Ritual dahinter? Vanger will dem Geheimnis endlich ein Ende bereiten. Er engagiert den Wirtschaftsjournalisten Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist). Der hat sich mit Enthüllungsgeschichten einen Namen gemacht und wurde wegen einer ungeliebten Reportage gerade aus seinem Job entlassen.

Per Zufall begegnet dieser der gewieften Computerhackerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace). Das Punkmädchen ist Blomkvist mit ihrem messerscharfen Verstand bei den Ermittlungen eine große Hilfe, aber schlau wird er aus ihr nicht. Sie verfügt über ein fotografisches Gedächtnis und ein unglaubliches Verständnis für alles Bits und Bytes. Dennoch ist sie ein sozialer Außenseiter und lässt keinen Menschen an sich heran. Gemeinsam tauchen Lisbeth und Blomkvist in die Geschichte der angesehenen Industriellenfamilie Vanger ein. Ihre Entdeckungen führen sie auf eine grausame Geschichte.


Fünf Jahre nach seinem Tod ist Autor Stieg Larsson gefragt wie nie. 2004 ist er mit 50 an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben. Seine Bücher sind posthum erschienen und international sehr erfolgreich. Kurz nach Erscheinen stürmte seine "Millenium"-Trilogie ("Verblendung", "Vergebung" und "Verdammnis") auch Deutschlands Bestsellerlisten. Die Story von "Verblendung" ist klassisch. Mord auf einer Insel, Familientreffen, das erinnert mitsamt dem ungleichen Ermittlerpaar an Kriminalgeschichten von Elizabeth George.

Interessant ist der Anfang: Es geht nicht mit Mord oder der Vorgeschichte der Familie los, sondern einer Gerichtsverhandlung, auf der Enthüllungsjournalist Blomkvist für eine brisante Reportage verurteilt wird. Auch Lisbeth Salander wird zunächst unabhängig vom Mordfall präsentiert. Die Recherche-Königin ist in ihrer Arbeit noch skrupelloser und bestens mit den perversen Abgründen menschlicher Natur vertraut. Darsteller Michael Nyqvist ist mit seinem humorvollen Charme glänzend in der Rolle des Journalisten, und Noomi Rapace wirkt als rebellische Computergöre sehr authentisch. Die Charaktere und ihre sich langsam entwickelnde Beziehung fesseln den Zuschauer mehr, als der Mordfall.

Letztendlich ist der Fall zu überladen und dadurch nicht mehr glaubwürdig. Sadistische Sex-Szenen verkaufen sich natürlich gut. Krimi-Schablonen in einer Person zusammenzufügen ist aber etwas einseitig. Den Täter in ein interessantes Licht zu rücken, ist in "Verblendung" nicht gelungen. Die beiden Hauptdarsteller sind ein gutes Gespann. So ist auch nicht verwunderlich, dass der englische Titel des Films "The Girl With the Dragon Tattoo" heißt. Teil zwei und drei sollen voraussichtlich 2010 in die Kinos kommen. Sicher ist aber bereits jetzt, dass es keine weiteren Folgen mit Michael Blomqvist geben wird.
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Verblendung Während einer Familienfeier verschwindet ein 16-jähriges Mädchen auf der Insel Hedeby. War es Mord? Journalist Blomkvist (Michael Nyqvist) soll den Fall...  Clip starten

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