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Blackout - Die Erinnerung ist tödlich

OriginaltitelBlackout - Die Erinnerung ist tödlich
GenreKrimi, TV-Mehrteiler
Land & Jahr Deutschland 2006
FSK & Länge 480 min.
KinoDeutschland
Kinostart29.10.2006
RegiePeter Keglevic, Hans-Günther Bücking
DarstellerSebastian Urzendowsky, Charly Hübner, Hakan Can, Erden Alkan, Murat Aydin, David Ali Hamade
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsDVDsbewerten

Spannende Krimi-Serie mit guten Darstellern

Paul Novak (Misel Maticevic) gehört zu den besten Drogenfahndern seiner Einheit. Nach einem Unfall hat er sein Gedächtnis verloren und kann sich an nichts mehr erinnern. Nur mühsam puzzelt er Stück für Stück sein altes Leben und seine Ermittlungsarbeit an der Seite des merkwürdigen Boris (Roeland Wiesnekker) wieder zusammen.

Dabei entdeckt Paul, dass seine Frau brutal getötet wurde und er vor seiner Erinnerungslücke mit ziemlich gefährlichen Leuten zusammengearbeitet hat. Er macht sich verzweifelt auf die Suche nach dem Mörder seiner Partnerin, stets mit dem Wissen, an jeder Ecke auf einen ihm jetzt unbekannten alten Bekannten stoßen zu können, der ihm etwas anhaben will. Je weiter Paul in seinen Ermittlungen kommt, desto stärker steht sein eigenes Leben auf dem Spiel. Denn sein Weg führt ihn in die tiefsten Untiefen der Drogenmafia und der Berliner Stadtpolitik.
"Blackout - Die Erinnerung ist tödlich" ist ein für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich hochwertiger Krimi-Mehrteiler. Im Gegensatz zu Formaten wie "SOKO 5113" ist die Handlung wesentlich komplexer und verschachtelter. Figuren wie Paul Novak besitzen mehr Tiefe als Axel Prahl als Frank Thiel im Münsteraner "Tatort". Möglich wird dies unter anderem dadurch, dass in "Blackout" eine 45-Minütige Episode einem Tag entspricht und inhaltlich an die vorhergehende anschließt, so dass detaillierter auf die Charaktere eingegangen werden kann.

Der Protagonist ist offensichtlich an den von Guy Pearce brillant verkörperten Leonard Shelby aus "Memento" angelehnt. An das Spiel des Australiers kommt Misel Maticevic zwar nicht heran, dennoch kann er - wie die gesamte Besetzung - überzeugen. So bleiben die Figuren in den abwegigsten Situationen glaubhaft und ihr Handeln nachzuvollziehen.

Passend zum abgründigen Spiel der Darsteller ist die Atmosphäre von "Blackout". Düstere, manchmal verschwommene Bilder werden von bedrohlichen Klängen untermalt. Der Zuschauer kann sich daher gut die Beklommenheit vorstellen, die der Protagonist in den acht Episoden empfindet.

Bevor "Blackout - Die Erinnerung ist tödlich" dem Fernsehpublikum mit mehrmonatiger Verspätung zugänglich gemacht wurde, kam es zu Streitereien zwischen den Regisseuren Peter Keglevic und Hans-Günther Bücking auf der einen und dem produzierenden Fernsehsender auf der anderen Seite. So hatte der Fernsehsender die Befürchtung, dass das düstere Setting Zuschauer verschrecken könnte, weshalb das Bild nachträglich aufgehellt werden sollte. Dies passte dem Regie-Duo aufgrund der Gesamtatmosphäre nicht, weshalb sie drohten aus dem fast fertigen Projekt auszusteigen. Letztlich konnten sich Keglevic und Bücking jedoch glücklicherweise durchsetzen, so dass "Blackout" ohne die Nachbearbeitung gesendet wurde.

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