Three Kings
Warner Bros. Pictures
Three Kings

Three Kings

Originaltitel
Three Kings
Alternativ
Three Kings - Es ist schön, König zu sein
Genre
Kriegsfilm
Land /Jahr
USA 1999
 
115 min, ab 16 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
10.02.2000 ( Kino Deutschland ) bei Warner Bros. Pictures
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
8,3 (3 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenMeinungNewsGalerieDVDs
Kriegssatire mit George Clooney und Mark Wahlberg
Anfang der 1990er Jahre: Der zweite Golfkrieg ist gerade zu Ende gegangen. Während in Irak Chaos und Verwüstung herrschen, sieht Major Achie Gates (George Clooney) die Chance seines Lebens gekommen. Als einem gefangenen irakischen Soldaten eine Landkarte aus dem Hintern gezogen wird, ahnt er, worum es sich handelt. Das stinkende Dokument führt zum Versteckt der Goldbarren, die Saddam Husseins Armee einst im Kuweit gestohlen hatte.

Unmittelbar nach Einstellen der Kriegshandlungen schnappt sich Archie die Karte, einen Jeep und drei Kameraden, um den Schatz ausfindig zu machen. Die Wirren des gerade überstandenen Krieges bieten den Männern den nötigen Schutz für ihr waghalsiges Unternehmen. Zudem haben die ohnehin schon demoralisierten irakischen Soldaten andere Sorgen, als sich um die Habgier einer Gruppe von Amerikanern zu kümmern. Sie müssen die durch den Krieg erstarkten schiitischen Rebellen in Schach halten. Doch so einfach wird die Mission für Gates und Co. am Ende doch nicht.
David O. Russells Kriegssatire bezieht ihren Reiz aus der absurden Konstellation einer an sich ernsten Situation und einer Gruppe von Menschen, die diese für ihre habgierigen Zwecke ausnutzen. Das führt zu ebenso grotesken wie komischen Momenten. Auf dramaturgischer Ebene verknüpft Russell seine Kritik an den Egoismus und die kapitalistische Mentalität der westlichen Gesellschaft zu einer Genre-Mischung aus Kriegssatire und Abenteuerfilm a la "Der Schatz der Sierra Madre". Es ist, als wollte Russell mit dem komödiantischen Potenzial seines Films zeigen, was der Krieg neben Gewalt und Tod auch ist: ein einziger absurder Aberwitz.

Doch der Spaß hat spätestens dann ein Ende, wenn Russell die Komik mit schockierenden Bildern von Gewalt und Tot konterkariert. Hier zeigt der Regisseur seine Kenntnis der Realität und seine Kriegssatire ist in diesen Sequenzen alles andere, als ein leichtes Genre-Spiel. "Jede Kugel zählt", soll Russell während der Dreharbeiten seinem Team gesagt haben. Damit drückte er nichts anderes aus als seine Distanz zu dumpfen Action-Spektakeln wie den "Rambo"-Teilen, wo der Mensch so viel Wert ist, wie die Kugel, die ihn tötet. In "Three Kings" zerstören Kugeln Menschenleben und keine Statisten. Wenn eine Mutter vor den Augen ihrer Tochter ums Leben kommt, oder einem Soldaten unmittelbar nach Kriegsende der Kopf zerfetzt wird, dann bleibt dem Zuschauer sprichwörtlich das Lachen im Halse stecken. Es sind Bilder, die der Wirklichkeit des Krieges nahekommen wollen. Bilder, die man so in den Nachrichten nicht zu sehen bekommt - trotz der enormen Medienpräsenz des modernen Krieges.
Willy Flemmer, Filmreporter.de
Galerie: Three Kings
David O. Russells Kriegssatire, hat eine absurde inhaltliche Konstellation, nutzt aber krasse Gewaltszenen auch, um auf den Aberwitz und die bittere Realität des Krieges...
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2021