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El Alamein 1942 - Die Hölle des Wüstenkrieges

El Alamein 1942 - Die Hölle des Wüstenkrieges

Originaltitel
El Alamein
Alternativ
El Alamein: La linea del fuoco
Genre
Kriegsfilm
Land /Jahr
Italien 2002
 
117 min
Medium
Kinofilm
Kinostart
- ( Kino Deutschland )
Regie
Enzo Monteleone
Darsteller
Paolo Briguglia, Simone Spinazze, Fabio Ferri, Lorenzo Balducci, Silvio Orlando, Roberto Citran
Homepage
http://www.medusa.it/elalamein
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
5,0 (Filmreporter)
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten
Hervorragend bebilderter italienischer Kriegsfilm
El Alamein ist eine ägyptische Kleinstadt an der Mittelmeerküste. Sie liegt gut 100 Kilometer westlich von Alexandria. Im Zweiten Weltkrieg ist der Ort Schauplatz zweier Schlachten, die den sogenannten Afrikafeldzug der Nationalsozialisten entscheidend beeinflussen. Dieser soll zu einer Vorherrschaft der deutschen Wehrmacht in Nordafrika führen. Die erste Schlacht von El Alamein dauert vom 1. bis zum 31. Juli 1942. Der Kampf zwischen den britischen und den deutsch-italienischen Truppen, endet mit einem militärischen Patt. Der Vormarsch der Nazis konnte so zunächst gebremst werden. Der zweiten Schlacht widmet sich Enzo Monteleones historisches Epos, in die er fiktive Charaktere platziert. Vom 23. Oktober 1942 bis zum 3. November 1942 kämpfen dieselben Truppen erneut gegeneinander. Den entscheidenden Schlag gelingt schließlich den Alliierten. Die deutschen sowie die alliierten italienischen Truppen müssen den Rückzug aus Ägypten antreten.
"El Alamein 1942 - Die Hölle des Wüstenkrieges" ist ein interessantes italienisches Kriegsepos, welches vor allem formal überzeugt. Kameramann Daniele Nannuzzi ("Imperium - Schlacht der Gladiatoren") gelingen herausragende Bilder, die an "Der englische Patient" und "The Way Back - Der lange Weg" erinnern. Alle genannten Werke zeichnen sich mit Wüstenaufnahmen aus, die eine beklemmende Atmosphäre kreieren und beim Zuschauer einen bleibenden Eindruck hinterlassen. So stehen Bilder im Vordergrund des Geschehens, welche die unendliche Weite der Wüste zeigen sowie Aufnahmen, die zeigen was ein Sturm in der Wüste ausrichten kann.

Für seine Arbeit wurde Nannuzzi mit dem italienischen Filmpreis David di Donatello prämiert. Die Kameraführung unterstützt Enzo Monteleones ("Mediterraneo") Inszenierung der Gefechte als lange, quälende Reise seiner Protagonisten. Der Regisseur legt keinen Wert auf eine kritische Beleuchtung der historischen Ereignisse, das ist das große Manko des Kriegsfilms. Er zeigt lieber, wie wenig Nahrung die Soldaten haben und wie sie sich ansonsten durch den Krieg quälen. Das funktioniert zunächst auch, doch in der zweiten Hälfte des Films flacht der atmosphärische Spannungsbogen merklich ab, da das Gezeigte redundant wirkt. Zudem gibt es kaum Ereignisse, die in der Handlung für Abwechslung sorgen. Natürlich wird viel gekämpft, wie es sich für einen Kriegsfilm gehört. Der eigentliche Kampf bleibt jedoch stets im Hintergrund und wird nicht hinterfragt.

Für sein Historienepos konnte Monteleone einige bekannte italienische Schauspieler gewinnen. So spielen Pierfrancesco Favino und Emilio Solfrizzi zwei der Hauptrollen. Ersterer ist aus Produktionen wie "Illuminati" und "Nachts im Museum" bekannt. Solfrizzi ist in Italien für Komödien wie "Kusswechsel - Kein Vorspiel ohne Nachspiel" und "Küss mich, küss mich" zu sehen.

Insgesamt bietet "El Alamein 1942 - Die Hölle des Wüstenkrieges" beeindruckende Bilder, die verdienterweise mit einem David di Donatello ausgezeichnet wurden. Das gilt auch für Ton und Schnitt, die gut mit den Bildern korrespondieren. Ansonsten ist der Film speziell in der zweiten Hälfte eher langeweilig inszeniert und zeigt eine historische Darstellung, bei der man sich zuweilen fragt, weshalb sie so unkritisch ausfällt.
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Enzo Monteleones Kriegsepos über die zweite Schlacht von El Alamein im Jahr 1942 besticht durch seine formale Brillanz. Dafür erhielt der Film zurecht drei Davidi di...
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2021