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The Music Never Stopped

Originaltitel
The Music Never Stopped
Genre
Drama
 
USA 2011
 
105 min, ab 0 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
29.03.2012 ( D ) bei Senator Film Verleih
 
 
Regie
Darsteller
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Senator Film Verleih
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Die Musik ist der Schlüssel zur Erinnerung

1984: Das Telefon klingelt. Henry Sawyer (J.K. Simmons) sitzt in seinem Sessel und hört Musik. Seine Frau Helen (Cara Seymour) kommt zur Tür herein und fragt, ob er das Telefon nicht gehört habe. 'Nein', ist die knappe Antwort. Es ist das Krankenhaus, das dem Ehepaar mitteilt, dass ihr Sohn in der Notaufnahme liegt. Sie haben Gabriel (Lou Taylor Pucci) seit fast 20 Jahren nicht mehr gesehen. Nach einem Streit war er davongelaufen. Im Krankenhaus dann der Schock: Gabriel hat einen Gehirntumor. Der habe sich schon so sehr in seinem Kopf ausgebreitet hat, dass Teile seines Gedächtnisses unwiederbringlich zerstört seien, so der Arzt mit der deprimierenden Diagnose.

Henry will sich damit nicht abfinden. Bei seiner Recherche über Gedächtnisverlust stößt er auf einen Artikel der Musiktherapeutin Dianne Daley (Julia Ormond). Deren These ist es, dass mittels Musik Regionen in unserem Gehirn reaktiviert werden können, die zerstört schienen. Und tatsächlich, spielt man Gabriel seine Lieblingslieder vor, erwacht er zu neuem Leben und er erinnert sich. Allerdings nur für die Länge eines Songs. Es gelingt Dianne sogar, dass Gabriel neue Erinnerungen bilden kann, wenn die Erlebnisse nur mit Musik verknüpft sind. Von seinem Vater hatte Gabriel einst die Liebe zur Musik gelernt. Allerdings hat er später seinen eigenen Musikgeschmack entwickelt. Erst als sich sein Vater darauf einlässt, ist es ihm möglich, wieder eine emotionale Verbindung zu Gabriel herzustellen.


"The Music Never Stopped" ist in erster Linie keine Krankengeschichte, sondern die wunderschön erzählte Geschichte der Entfremdung eines Vaters zu seinem Sohn. Die Musik ist die Basis, über die beide wieder zusammen finden. Schon seit der Kindheit seines Sohnes hat der Vater seine Leidenschaft für Musik an ihn weiter gegeben. Alle wichtigen Ereignisse seines Lebens sind mit Songs verknüpft. Dies wird in locker eingeflochtenen Rückblenden erzählt. Doch irgendwann kommt in allen Eltern-Kind-Beziehungen der Bruch mit dem Elternhaus. In Kohlbergs Film ist es der Generationenkonflikt der Hippies mit den Eltern, der sich neben den entgegengesetzten politischen Ansichten auch im Musikgeschmack niederschlägt. Erst als sich der Vater auf die Musik seines Sohnes einlässt, wird eine Kommunikation zwischen ihnen wieder möglich.

Die Musik ist der einzige Schlüssel zu den Erinnerungen von Gabriel. Denn mit dem Hören der Musik kommen auch die Erinnerungen zurück, die sonst in einem grauen Brei in seinem Kopf schlummern. Die Szenen, wenn sich die Musik in seinen Kopf einschleicht, gehören zu den großen Momenten dieses Films. Dann erwacht Gabriels Gesicht wieder zu Leben. Wie auf einmal Emotionen auf seinem Gesicht sichtbar werden, ist eine große Leistung von Lou Taylor Pucci. Aber auch J.K. Simmons überzeugt als Vater, der verzweifelt um die Erinnerungen seines Sohnes kämpft. Jim Kohlberg erzählt sein Drama, ohne sentimental zu werden. Trotzdem verlässt der Zuschauer das Kino mit einem guten Gefühl, was nicht zuletzt an der Musik von The Grateful Dead, den Rolling Stones sowie den Beatles liegt.
The Music Never Stopped
Senator Film Verleih
Ein Gehirntumor zerstört Gabriels (Lou Taylor Pucci) Gedächtnis. Die Erinnerungen des jungen Mannes reichen nicht mehr bis in die Gegenwart.  Clip starten

"The Music Never Stopped" ist nicht in erster Linie eine Krankengeschichte, sondern die wunderschön erzählte Geschichte der Entfremdung eines Vaters zu seinem Sohn.
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