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45 Minuten bis Ramallah

Originaltitel45 Minutes to Ramallah
GenreKomödie
Land & Jahr Deutschland 2013
FSK & Länge ab 12 Jahren • 87 min.
KinoDeutschland
AnbieterZorro Film
Kinostart05.12.2013
RegieAli Samadi Ahadi
DarstellerKarim Saleh, Tala Tamimi, Lufuf Nuweiser, Melissa Morris, Hakim Tamimi, Adel Akkad
Homepage http://www.facebook.com/45MinutenBisR...
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenGalerieDVDsbewerten

Road-Movie, das mit Humor Grenzen überwindet

Rafik (Karim Saleh) lebt in Berlin, wo er ein Restaurant führt. Der Einladung zur Hochzeit seines Bruders in Ost-Jerusalem folgt der junge Palästinenser nur widerwillig. Ungern möchte er den Kontakt zu seinem herrschsüchtigen Vater wieder aufnehmen. Kaum in der Heimat angekommen, brechen die alten Konflikte tatsächlich wieder auf. In der Aufregung erleidet das Familienoberhaupt einen Schlaganfall und stirbt.

Als letzten Willen wünschte sich der Verstorbene, auf palästinensischem Territorium in Ramallah begraben zu werden. Den Söhnen bleibt nichts anderes übrig, als die Leiche kurzerhand in den Kofferraum ihres Autos zu betten und sich auf den Weg ins Palästinensergebiet zu machen. Bei ihrer Mission müssen sie nicht nur israelische Kontrollposten überwinden, sie bekommen es auch mit palästinensischen Terroristen und der russischen Mafia zu tun.
"45 Minuten bis Ramallah" ist ein schwarzhumoriges Road Movie, das mit seiner tragikomischen Geschichte und den schrillen Figuren die politischen und kulturellen Grenzen zwischen Israel und den Palästinensergebieten überwinden will. 'Wenn die Politik schon keine Lösung findet, dann kann zumindest der Humor eine Antwort bieten', so die Aussage der Macher im Presseheft.

Die Dreharbeiten finden in Jordanien, Israel und Deutschland (Hamburg) statt. Auch der Stab besteht aus einem internationalen Potpourri. Vor dem Hintergrund der politischen Brisanz des Films ist vor allem Regisseur Ali Samadi Ahadi eine interessante Wahl.

Ahadi ist iranischer Herkunft und lebt in Köln. Für seine Dokumentation "Lost Children" erhält er unter anderem den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Bester Dokumentarfilm. Mit der Komödie "Salami Aleikum" dreht er 2009 seinen ersten Spielfilm, in dem er die Bewahrung der eigenen kulturellen Identität thematisiert. An diese Thematik knüpft er in "45 Minuten bis Ramallah" mit der ironischen Darstellung der Erfahrung eines Palästinensers in Berlin sowie des kulturellen und politischen Konflikts zwischen Palästinensern und Israelis nahtlos an.

Es ist ein brisantes Thema, bei dem Regisseur Ali Samadi Ahadi keine Angst hat, es durch den Filter des Humors zu betrachten. 'In all meinen Arbeiten habe ich immer mit filmischen Mitteln danach gefragt, was Menschen bewegt - im positiven wie im negativen Sinne', so Ahadi über sein Werk. 'Auch "45 Minuten bis Ramallah" geht dieser Frage nach, bisweilen mit schwarzem Humor. Aber ich denke, dass Komödien, die unbequeme Themen verarbeiten, auch am nachhaltigsten auf das Publikum wirken', so Ahadi.

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7,0
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Meinungen

45 Minuten - eine halbe Ewigkeit
Diese Komödie ist schrill, schräg und abgefahren. Dabei geht es neben dem üblichen Gegensatz Israelis – Palästinenser auch um die Toleranzgrenze der religiösen... mehr
05.02.2014 12:52 Uhr - 8martin
"45 Minuten bis Ramallah" ist ein Road-Movie, das sein brisantes Thema mit schwarzem Humor und skurrilen Figuren angeht. mehr
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