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Der Staat gegen Fritz Bauer

Originaltitel
Der Staat gegen Fritz Bauer
Alternativ
Die Heimatlosen/Fritz Bauer (Arbeitstitel)
Genre
Drama
 
D 2015
 
105 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
01.10.2015 ( D | CH | A )
 
 
Regie
Darsteller
Links
Der
Alamode Film
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Politthriller über den mutigen Generalstaatsanwalt

Bereits 1957 erhält der aufrechte hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer seriöse Hinweise, dass Naziverbrecher Adolf Eichmann in Argentinien mit neuer Identität lebt. Der frühere SS-Obersturmbannführer ist Hitlers Architekt des Grauens. Er zeichnet für die verbrecherischen Pläne zur systematischen Vernichtung von allen Menschen jüdischen Glaubens und Abstammung verantwortlich.

Bauers Vorgesetzte und das BKA wiegeln ab. Oberstaatsanwalt Ulrich Kreidler und BKA-Mitarbeiter Paul Gebhardt behindern die Ermittlungen nach Kräften und streuen das Gerücht, Bauer sei homosexuell. Das ist zu dieser Zeit noch eine Straftat. Bauer geht daher einen anderen Weg. Der kann ihm Karriere und Existenz kosten und als Landesverräter ins Gefängnis bringen. Er informiert den Mossad, den Geheimdienst des jungen Staates Israel, über Eichmanns Versteck.

Drei Jahre später wird Eichmann von einer Mossad-Elitetruppe in Argentinien überwältigt und nach Israel entführt. Wieder ist es Fritz Bauer, der Eichmann in Deutschland vor Gericht sehen will. Doch das Bonner Bundesjustizministerium lehnt seinen Auslieferungsantrag ab.


1963 beginnen in Frankfurt die international Aufsehen erregenden Auschwitz-Prozesse, bei dem der Holocaust in seiner ganzen Ungeheuerlichkeit erstmals einen Namen und die wenigen überlebenden Opfer Gesichter erhielten. Unter Tränen und enormer seelischer Anspannung erzählen diese ihre Lebens- und Leidensgeschichte. Ohne den damaligen hessischen Generalstaatsanwalt Fritz Bauer hätte es diese Prozesse nicht gegeben. Gegen das Schweigen und Verdrängen in der bleiernen bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft ermunterte der aufrechte Jurist ein Team von jungen Staatsanwälten die Fakten zu recherchieren und die Aufenthaltsorte von Zeugen und Tätern ausfindig zu machen.

Das Drehbuch des packenden Thriller "Fritz Bauer" schreibt Regisseur Lars Kraume gemeinsam mit dem französischen Autor Olivier Guez auf Basis von dessen Buch "Heimkehr der Unerwünschten: Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945" Sie verdichten Bauers Ringen um die Aufklärung der Nazis-Verbrechen zu einem Geschichts-Drama und berührenden Biopic über das Schicksal eines Mannes, dessen Name in Deutschland leider wieder vergessen wurde.
Der Staat gegen Fritz Bauer (querG) 2015
Alamode Film/Valentin Menke
Nach dem Bestseller "Heimkehr der Unerwünschten: Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945" packt Lars Kraume Bauers Schicksal in den berührenden Politthriller.
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