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Die Real-Hochzeit von Vera Talqui
Filmszene wird Wirklichkeit
Retro News: Vera Talqui heiratet
Schon oft hat ein Film seine Geschichte dem wirklichen Leben entnommen. Der umgekehrte Weg kommt seltener vor. Für Schauspielerin Vera Talqui geht mit ihrer Hochzeit nicht nur ein Traum in Erfüllung, es wird auch eine Filmszene wahr. Die hübsche Französin heiratet in "Don Camillo und Peppone" einen Fußballer. Jetzt tut sie es in Wirklichkeit.
Von  André Weikard/Filmreporter.de,  13. Dezember 2018
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Don Camillo und Peppone in Echt
Eintracht unterm Kruzifix
Bei der Eheschließung mit einem der besten Fußballspieler Frankreichs durften natürlich auch Don Camillo und Peppone nicht fehlen. Aber nicht die Schauspieler waren zugegen, sondern der ehemalige kommunistische Bürgermeister von Nizza und ein Dorfpfarrer, der ebenso sportfanatisch zu sein scheint wie die Filmfigur.

Auf der Leinwand streiten sich die Figuren um den richtigen Weg für soziale Reformen. In Wirklichkeit stehen sie einträchtig unterm Kruzifix. Bei dieser Ehe kann nun wirklich nichts schief gehen. Sie wurde vor der Kamera geprobt, vor dem Gesetz geschlossen und von der Kirche gesegnet. Wir wünschen dem jungen Paar alles Gute!
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Don Camillo und Peppone
Streithähne werden zu Kultfiguren
Ihre Hochzeit bedeutet für Vera Talqui gleichzeitig das Karriereende. Für das Duo Fernandel und Gino Cervi ging es hingegen als Don Camillo und Peppone weiter. Insgesamt wurden sechs Episoden der Satire um zwei zerstrittene Dorfautoritäten gedreht. Fernandel verstarb während der Arbeiten an "Don Camillo und das rothaarige Mädchen", so dass der Film mit anderer Besetzung fertiggestellt werden musste.

Noch heute sind die Komödien um das norditalienische Dorf Brescello Kult. Wer hätte damals gedacht, dass sich von der politische Unsicherheit im Nachkriegsitalien so heiter erzählen lässt? 1983 entstand mit Terence Hill die modernisierte Fortsetzung "Keiner haut wie Don Camillo". 1989 wurde schließlich gar das Museum Peppone e Don Camillo eingeweiht, das an das filmische Werk erinnern soll.
Von  André Weikard/Filmreporter.de,  13. Dezember 2018
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