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Interview

Katie Holmes
Warner Bros.

Katie Holmes über selbstbewusste Frauen

Reine Ironie
Bevor sich Katie Holmes mit dem total verknallten Tom Cruise durch Italien knutschte und ihre Rehaugen in seinen blauen Strahlern versenkte, wurde sie von Batman Begins auf der Leinwand entjungfert. Ein spannendes Leben hat diese Frau! Wir trafen die 26-Jährige in Beverly Hills.
Von  Elisabeth Sereda, Filmreporter.de,  1. Juni 2005
Ricore: Mrs. Holmes, sie spielen in "Batman Begins" die Kindheitsfreundin von Bruce Wayne, die dann später Staatsanwältin wird, ein verantwortungsvoller Job. Wen haben Sie sich dafür zum Vorbild genommen?

Katie Holmes: Mein Vater ist Anwalt, das war also nicht besonders schwierig. Es hat echt Spaß gemacht, seine Mimik zu imitieren, wenn er im Gerichtssaal steht.

Ricore: Haben Sie viele Action-Szenen?

Holmes: Nein, ich bin definitiv keine aktive Superheldin, eher die Frau im netten Kostümchen. Der Film ist ein Ensemble-Stück. Ich bin in weniger als der Hälfte des Films zu sehen.

Ricore: Werden Sie wenigstens von Batman gerettet?

Holmes: Klar. Obwohl ich doch eigentlich Staatsanwältin bin. Aber so ist das Leben eben: Wir sind selbstbewusste Frauen und müssen uns trotzdem von Männern retten lassen. Es ist die reinste Ironie, und wir alle hassen das.

Ricore: Wie hitzig sind die Liebesszenen?

Holmes: In der Sauna oder in der Dusche spielen sie nicht! (lacht) Lasst Euch überraschen!


Ricore: Die Beschreibung des Films klingt viel weniger nach einem Zeichentrickfilm als die drei Vorgänger...

Holmes: Er ist auf jeden Fall viel realistischer. Deshalb ist auch die Entwicklung der einzelnen Figuren interessanter. Ich habe zum Beispiel sehr viel Einfluss auf Bruce Wayne, weil ich ja mit ihm aufgewachsen bin. Zwischen den beiden gibt es soviel, das sie verbindet. Wenn man sich von klein auf kennt, weiß man genau, welche Knöpfe man beim anderen drücken muss, wie man ihn manipulieren kann und wo man besser aufhört. Es ist eine sehr komplexe Beziehung.

Ricore: Was passiert mit ihr im Verlauf der Geschichte? In den drei anderen Filmen kommt Ihre Rolle ja gar nicht mehr vor.

Holmes: Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, dass sie in unserem Film nicht wieder verschwindet - ich habe also noch Chancen, dass ich in den beiden nächsten Fortsetzungen wieder mit dabei bin.

Ricore: Welche Gemeinsamkeiten können Sie entdecken?

Holmes: Wenig, sie ist viel süßer als ich! Die einzige Gemeinsamkeit ist ein Riesenmundwerk!

Ricore: Sind Sie genauso fasziniert vom Batmobil wie die meisten Jungs?

Holmes: Eine gewisse Faszination kann ich nicht abstreiten! (lacht) Da drin zu sitzen ist schon geil. Da wird soviel Testosteron frei, ich überlege mir jetzt echt, öfter zu Nascar-Rennen zu gehen! Ich verstehe jetzt auf einmal die ganze Chose von wegen Männer und Motoren!

Ricore: Sie sind seit kurzem mit Tom Cruise liiert. Warum verlieben sich Schauspieler Ihrer Meinung nach so oft ineinander?

Holmes: Ich weiß nicht. Aber es hat sicher etwas damit zu tun, dass man versteht, wenn der andere auf einmal drei Monate lang weg ist, um irgendwo einen Film zu drehen, wo er im letzten Moment eine Rolle bekommen hat. Und dann ist da noch die Sache mit den Emotionen: Bei Schauspielern liegen sie immer ganz nahe an der Oberfläche, und das muss ein normaler Mensch erstmal verstehen.
Von  Elisabeth Sereda, Filmreporter.de,  1. Juni 2005

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