Sisters - Die Schwestern des Bösen
Sisters - Die Schwestern des Bösen

Sisters - Die Schwestern des Bösen

Originaltitel
Sisters
Genre
Thriller
Land /Jahr
USA 1973
 
90 min, ab 18 Jahren (fsk)
Medium
DVD (Leihfassung)
Verleih ab
27.01.2005 ( Kino Deutschland ) bei EpiX Media
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Sisters auf dem Seziertisch: Anatomie eines Filmes • Brain de Palma-Portrait • Original-Artworks • animiertes Hauptmenü • EPIX-Trailer-Show
Hommage an Regiemeister Sir Alfred Hitchcock
Aus einer zufälligen Begegnung wird eine wilde Liebesnacht. Gelegenheitsschauspielerin Danielle Breton (Margot Kidder) lernt bei einer Fernsehshow Philip Woode (Lisle Wilson) kennen. Sie gehen zunächst zusammen essen und verbringen hernach die Nacht miteinander. Am darauf folgenden Morgen wird Philip Zeuge eines erregten Gesprächs zwischen Danielle und ihrer Schwester Dominique. Wenige Minuten später ist er Opfer eines bestialischen Mordes. Journalistin Grace Collier (Jennifer Salt), die in unmittelbare Nähe wohnt, sieht den Mord zufälligerweise von ihrem Fenster aus und allarmiert entsetzt die Polizei. Am angeblichen Tatort findet sich jedoch weder die Leiche noch andere Spuren, die auf ein Tötungsdelikt hinweisen. Die Glaubwürdigkeit der Journalistin, die ohnehin bei der Polizei wegen ihrer allzu kritischen Berichterstattung in Ungnade gefallen ist, wird stark in Frage gestellt. Grace Collier zweifelt jedoch keineswegs an ihrer Aufnahmefähigkeit und macht sich auf eigener Faust auf der Suche nach eventuellen Tatmotiven und Hintergründe. Bald entdeckt sie unheimliche Details aus der Vergangenheit Danielles und ihrer Schwester. Schneller als geahnt gerät Grace in große Gefahr.
Mit "Sisters - Schwestern des Bösen" hat Regisseur Brian De Palma eine Hommage an Sir Alfred Hitchcock gedreht. Mit Bernard Herrmann engagierte De Palma den Komponisten, der bereits die Scores zu Hitchcocks Meisterwerken "Psycho" und "Vertigo - Aus dem Reich der Toten" ersonnen hat. Die Musik bleibt aber nicht die einzige Verbindung zu dem Krimigenie. Während das unheimliche Telefonat zwischen den angeblichen Schwestern an Norman Bates Zwiegesprächen mit der verstorbenen Mutter aus "Psycho" erinnert, wirkt der Beobachtungspunkt Graces von ihrem Fenster aus wie eine Reminiszenz an "Das Fenster zum Hof". Die verharmlosende Gleichgültigkeit mit der Graces Mutter (Mary Davenport) den Ernst der Lage verkennt, bildet zudem eine Parallele zu "Der unsichtbare Dritte", wo Hauptfigur Roger Thornhill (Cary Grant) mit einer allzu begriffsstutzigen Mutter zu kämpfen hat. Die zahlreichen Anspielungen haben "Sisters" zu Unrecht den Ruf eines Plagiats beschert. Die Kombination unterschiedlicher Stilmittel, der dramaturgisch geschickte Einsatz der Split-Screen-Technik und nicht zuletzt die wirkungsvolle Musik machen aus diesem Frühwerk De Palmas einen verstörenden Thrillerklassiker.
Vincenzo Panza/Filmreporter.de
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2021