20th Century Fox
Hitchcock - Hollywood Collection

Hitchcock - Hollywood Collection

Originaltitel
Hitchcock
Alternativ
Alfred Hitchcock and the Making of 'Psycho'
Regie
Sacha Gervasi
Darsteller
Sebastian Vale, Joseph Martino, Jeremy S. Miles, Jon Renfield, Linda Sans, James Tappan
Medium
Blu-ray
Im Handel ab
02.05.2014 bei 20th Century Home Entertainment
Kinostart Deutschland
Hitchcock
Genre
Biographie
Land
USA
Jahr
2013
FSK
ab 12 Jahren
Länge
98 min.
IMDB
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (1 User)
Extras: Entfallene Szenen • Hopkins wird zu Hitchcock • Besessen von Hitchcock: Die Entstehung des Films • Handy-Videos der Produktion von Sacha Gervasi • Kinospot "Handy aus!" mit Hitchcock • Die Story im Film • Die Darsteller • Die Filmmusik von Danny Elfman • Alfred Hitchcock und Alma Reville • In Erinnerung an Hitchcock • Audiokommentar von Regisseur Sacha Gervasi und Autor Stephen Rebello
Alfred Hitchcock war der Meister des Suspence
Bekannt und geliebt für seine bahnbrechenden Thriller, seinen so britischen schwarzen Humor und sein Aufsehen erregendes korpulentes Erscheinungsbild, hat es Alfred Hitchcock perfekt verstanden, sein Privatleben und seine Persönlichkeit der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Nun kommt mit Sacha Gervasis "Hitchcock" ein Biopic in die Kinos, das genau das zeigen will: den Menschen Hitchcock hinter dem geschickt vermarkteten Filmemacher.

Dabei beschränkt sich Gervasis Porträt auf die Zeit der Dreharbeiten zu "Psycho" im Jahr 1960. Er zeigt Hitchcock (Anthony Hopkins) bei dessen Arbeit an seinem wohl bekanntesten Film und rückt zugleich das Verhältnis des Filmemachers zu seiner Ehefrau Alma Reville (Helen Mirren) in den Fokus. Diese war demnach nicht nur die liebende und sorgende Ehefrau, sondern auch eine entscheidende Stütze, wenn es um wichtige berufliche Entscheidungen ihres Mannes ging.
Nicht nur Alfred Hitchcocks Bedeutung für die Geschichte des Films berechtigt eine filmische Auseinandersetzung mit dem Filmemacher, den der Philosoph und Filmtheoretiker Gilles Deleuze einst als das einzige Genie des Kinos bezeichnete. Vor allem die psychische Struktur, die Obsessionen und Ängste des Menschen Hitchcock, machen ihn zum idealen Gegenstand für ein Biopic. Geradezu legendär ist in dem Zusammenhang das komplizierte, bis zur Besessenheit reichende Verhältnis des Regisseurs zu seinen - bevorzugt blonden - Schauspielerinnen. Gefangen im Widerspruch zwischen Begehren und Zurückweisung, vermischten sich im Laufe der Jahre berufliche und private Interessen zunehmend, bis eine Zusammenarbeit des Regisseurs und seinen Schauspielerinnen kaum mehr möglich war.

Obwohl "Hitchcock" auf Stephen Rebellos Buch "Alfred Hitchcock and the Making of Psycho" über die Entstehung des Klassikers "Psycho" (1960) basiert, rückt Regisseur Sacha Gervasi in seinem Biopic nicht die Fixierung Hitchcocks auf Janet Leigh und Vera Miles in den Mittelpunkt seiner Erzählung. Vielmehr interessiert er sich für das nicht weniger komplizierte berufliche und private Verhältnis des Regisseurs zu seiner Frau Alma Reville, die dieser 1921 kennenlernte und 1926 ehelichte. Obwohl Reville als Cutterin und Drehbuchautorin durchaus ein eigenes berufliches Profil besaß, ist ihr filmgeschichtliches Bild angesichts der Bedeutung ihres Ehemannes nahezu verblasst. Bis heute wird sie als die stille Frau an der Seite eines großen Filmemachers gesehen, die zudem im privaten Umfeld dessen Obsessionen erdulden musste.

Mit diesem Vorurteil räumt Gervasi in "Hitchcock" endgültig auf. Der Regisseur zeigt in seinem Biopic eine überaus starke Frau an der Seite eines starken und dominanten Mannes. Laut Gervasi war Reville nicht nur eine selbstbewusste Frau, die ihrem Mann entschieden entgegenzutreten wusste. Sie hatte auch großen Anteil an dessen Arbeit, indem sie ihn hinter den Kulissen in wichtigen filmischen Fragen förderte und lenkte. Es ist eine mutige Perspektive, für die sich Gervasi entschieden hat. Mag seine Entscheidung begrüßenswert sein, Reville ins rechte Licht der Filmgeschichte ziu rücken, so dürfte er andererseits nicht wenige der noch immer zahlreichen Fans des 'Meisters des Suspence' irritieren.
Willy Flemmer, Filmreporter.de
Videoclip: Hitchcock
Regisseur Sacha Gervasi zeigt den Alma Reville (Helen Mirren) ins Bild.
 
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Galerie: Hitchcock
In "Hitchcock" verfolgt Sacha Gervasi nicht nur den Arbeitsprozess von "Psycho", das Biopic fokussiert auch auf die privaten Konflikte, die diese...
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