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Originaltitel
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Alternativ
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Genre
Drama, Romanze
Land /Jahr
Deutschland 2005
 
104 min, ab 6 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
Kinostart
16.03.2006 ( Kino Deutschland ) bei blue eyes Pictures
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
9,0 (2 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungNewsTrailerDVDs
Leben aus Sehnsucht und Hoffnung am Leben vorbei
Marie (Bibiana Beglau), Frank (Johann von Bülow) und Steini (Alexander Beyer) sind auf der Suche nach Jan (Sebastian Blomberg). An der spanischen Küste geben sie die Suche schließlich auf und fahren wieder nach Hause. Sie ahnen nicht, wie nah sie Jan sind. Jan verschwand plötzlich aus dem Leben der anderen. Ohne Vorwarnung, ohne Ankündigung, ohne ein Zeichen. Doch Marie, die mit Jan zusammen lebte und nun mit Frank verheiratet ist, kann nicht loslassen, nicht vergessen. Wie ein Gespenst geistert Jan in den Gedanken seiner Freunde. Er hatte sie damals nicht nur ratlos zurückgelassen, sondern auch einen leeren Platz in aller Leben geschaffen, den keiner zu füllen wagt. Jetzt tritt Jan nach fünf Jahren wieder in das Leben der Freunde. Unsicher nähert er sich seinen gutbürgerlichen Eltern, den Freunden und Marie. Endlich trauen sich alle, sich mit dem Gespenst und damit auch sich selbst zu konfrontieren.
Was ist wichtiger, zu lieben oder geliebt zu werden? Diese Frage scheint Regisseur Florian Hoffmeister die ganzen 104 Minuten in seinem Regie- und Drehbuchdebüt auszuloten. Dabei wird er von einem Team erstklassiger Schauspieler unterstützt. Sei es Florian David Fitz, der Jans Bruder einfühlsam und versteckt rebellisch anlegt oder Bibiana Beglau und Johann von Bülow deren Figuren auf eine harte Probe gestellt werden. Leicht macht es Hoffmeister dem Publikum aber trotzdem nicht. Durchweg herrscht eine beklemmende und bedrückende Atmosphäre, die durch die Szenerie der rauen spanischen See oder des kleinen trostlosen Heimatörtchens noch untermalt wird. Man kann gut nachvollziehen warum Jan weggegangen ist. Als Zuschauer hat man immer das Gefühl die Charaktere hinter einen Schleier serviert zu bekommen. Keiner ist wirklich greifbar. Doch zum Glück versucht Hoffmeister dieses Manko nicht durch nichts sagende oder lang gezogene Dialoge auszugleichen. Er vertraut auf seine Bilder. Doch dabei hätte er nur etwas zügiger voranschreiten und die melancholische Stimmung etwas weniger bedienen können. Dafür bekommt man aber das Gefühl, echte Menschen und wahre Gefühle zu sehen. Diese sind nicht immer rational, vorhersehbar oder eindeutig. Dafür aber voller Intensität.
Heike Maleschka/Filmreporter.de
Videoclip: 3° kälter
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2021