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Public Enemies

Originaltitel
Public Enemies
Genre
Krimi, Drama
 
USA 2009
 
143 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
06.08.2009 ( D | CH | A ) bei Universal Pictures International (UPI)
 
 
Regie
Darsteller
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brilliant  10|
6,0 (3 User)
5,0 (Filmreporter)
Public Enemies, Johnny Depp (Kino) 2009
Universal Picturess International
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailerGalerienDVDsbewerten

Gangsterepos über FBI-Staatsfeind John Dillinger

Im Zentrum von Michael Manns Gangsterepos steht die Lebensgeschichte von John Dillinger (Johnny Depp), jenem Mann, der es als erster an die Spitze der FBI-Fahndungsliste schaffte. Mit seiner Gang, zu der auch "Baby-Face" Nelson (Stephen Graham) und Alvin Karpis (Giovanni Ribisi) gehören, führt er die staatlichen Ermittler jahrelang an der Nase herum. Er macht sich einen Namen als Bankräuber, wird zum Symbol einer unterdrückten Unterschicht während der großen Depression der 1930er Jahre. In manchen Kreisen gilt er sogar als moderner Robin Hood.

Keine Gefängnismauer ist ihm zu hoch und es scheint, als würde keiner seinem Charme entgehen. Das gilt auch nicht für seine Freundin Billie Frechette (Marion Cotillard). Um dem Spuk ein Ende zu machen, schickt ihm das FBI Melvin Purvis (Christian Bale) auf den Hals. Mit ein paar alten Freunden und Revolverhelden gelingt es ihm schließlich, die Spur Dillingers aufzunehmen. Mit einem gigantischen Kopfgeld von 25.000 US-Dollar und dem Versprechen, ein gutes Wort bei der Einwanderungsbehörde einzulegen, kann das FBI eine rumänische Bekannte Dillingers zum Verrat überreden.


Der Start von Michael Manns "Public Enemies" war einer der lange erwarteten Ereignisse des Kinojahres 2009. Dies verdankt der Regisseur nicht der packenden Geschichte, sonder wohl eher seinem Hauptdarsteller Johnny Depp. Auf ihn der gesamte Film fokussiert. Keine Frage, Depp spielt Dillinger mit Inbrunst und Überzeugung, mit jener Mischung aus Abgebrühtheit, Charme und Gewalt, die auf die damalige Gesellschaft so anziehend wirkte. Im Mittelpunkt von Manns Gangster-Epos steht daher nicht John Dillinger, sondern Johnny Depp. Die vielen Nebenrollen sind prominent besetzt, doch sie dienen nur der Profilierung des Protagonisten. Es verwundert also nicht, dass Christian Bale gegen Johnny Depp blass erscheint. Trotz der tragenden Rolle seines Charakters bleibt seine Charakterisierung an der Oberfläche, denn sie hat eine einzige Funktion, der Charakterisierung der Hauptfigur.

Technisch gesehen ist Michael Mann mit "Public Enemies" zwar kein Meilenstein gelungen, immerhin aber erhält man vor allem bei den Actionszenen den Eindruck, man würde direkt in die 1930er Jahre katapultiert. Dies gelingt dem Regisseur durch die Verwendung hochauflösenden Digitalfilms. Gerade bei Schusswechseln entsteht der Eindruck, die Kugeln würden dem Publikum um die Ohren fliegen. Dieser Eindruck ist von Mann bewusst gewählt, einkalkulierend, dass dies dem einen oder anderen Zuschauer nicht gefallen wird. Doch dies ist jedem selbst überlassen. Johnny-Depp-Fans werden sich dadurch mit Sicherheit nicht irritieren lassen, alle anderen fragen nach dem Warum und verlassen geistig für kurze Zeit das Geschehen, um später wieder einzusteigen.
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Public Enemies, Johnny Depp (Kino) 2009
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