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Wie beim ersten Mal

OriginaltitelHope Springs
AlternativGreat Hope Springs
GenreKomödie
Land & Jahr USA 2012
FSK & Länge ab 6 Jahren • 100 min.
KinoDeutschland
AnbieterWild Bunch
Kinostart27.09.2012
RegieDavid Frankel
DarstellerMadeline Ruskin, Meryl Streep, Lee Cunningham, Paul Jude Letersky, Rogina Bedell-O'Brien, Stephen Lee Davis
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Toll gespielte aber lahme Romanze voller Klischees

Maeve (Meryl Streep) und Arnold (Tommy Lee Jones) sind seit 31 Jahren verheiratet. Aus ihrer Ehe ist jede Intimität verschwunden. Seit die Kinder selbstständig sind, verbindet sie im Grunde nur noch das gemeinsame Haus. Als ein letzter verzweifelter Annäherungsversuch von Maeve scheitert, hat die frustrierte Hausfrau genug. Auf eigene Faust bucht sie für sich und Arnold eine Paartherapie in Maine.

Nach anfänglichem Widerstand von Arnold bricht das Paar nach Hope Springs auf, wo der renommierte Paarberater Dr. Bernie Fields (Steve Carell) seine Praxis hat. Der Psychologe stößt bei Arnold zunächst auf erbitterte Gegenwehr. Nach kurzer Zeit begreift aber auch der raue Choleriker, dass sich seine Ehe nicht von selbst retten wird. Maeve und Arnold müssen ergründen, ob ein Neuanfang Erfolg verspricht oder ihre Ehe am Ende ist.
Meryl Streep ist eine Ausnahmeerscheinung. Allein die Zahl der Schauspielpreise verdeutlicht, wie anerkannt die Schauspielerin in Hollywood ist. Bis 2012 wurde sie 26 Mal für einen Golden Globe nominiert, acht Mal konnte sie die Trophäe mit nach Hause nehmen. Sagenhaften 17 Oscar-Nominierungen stehen drei gewonnene Statuetten gegenüber. Mit ihrer Wandelbarkeit und ihrem intensiven Spiel haucht sie so unterschiedlichen Figuren wie Margaret Thatcher und Karen Blixen Leben ein.

Eine Schauspielerin wie sie weiß auch in weniger gelungenen Filmen zu begeistern. In "Wie beim ersten Mal" ist das ein wenig wie ein paar Jahre zuvor bei "Der Teufel trägt Prada", der ebenfalls von David Frankel inszeniert wurde. Der Film ist mittelmäßig, Meryl Streep jedoch großartig. In der romantischen Komödie "Wie beim ersten Mal" steht ihr darüber hinaus ein fast kongenialer Kodarsteller zur Seite. Tommy Lee Jones' und Meryl Streeps Leistung besteht dabei vor allem darin, den Zuschauer lange glauben zu machen, zwischen ihnen gäbe es gar keine Chemie. IN der ersten Hälfte des Films lenkt das hervorragende Ensemble von den Schwächen des Films ab. Ein paar nette Kameraideen kommen hinzu und man fühlt sich sanft in watteweiche Harmlosigkeit eingepackt.

Doch irgendwann reicht das gegenseitige Angiften der Schauspielveteranen auch nicht mehr. Die Witze wiederholen sich, eine Wendung folgt auf die andere bis das Publikum nur noch mit gelangweiltem Seufzen reagiert. Dass die Geschichte mit einem Happy End ausgehen muss, ist ohnehin schon mit dem ersten Blick auf das Kinoplakat klar. Ganz so rosarot und simpel hätte alles wirklich nicht ausfallen müssen.

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Wie beim ersten Mal

Nach 30 Jahren Ehe verbindet Maeve (Meryl Streep) und Arnold (Tommy Lee Jones) so gut wie nichts mehr. Das Ehepaar unternimmt einen letzten Anlauf, um ihre...  Clip starten
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