Universum Film
In einer besseren Welt

In einer besseren Welt

Originaltitel
Hævnen
Alternativ
Civilisation; Julius; In a Better World
Regie
Susanne Bier
Darsteller
Toke Lars Bjarke, Mikael Persbrandt, Anette Støvelbæk, Preben Harris, Birthe Neumann, Paw Henriksen
Kinostart:
Deutschland, am 17.03.2011 bei Universum Film
Kinostart:
Österreich, am 01.07.2011 bei Filmladen
Kinostart:
Schweiz, am 31.03.2011 bei Frenetic Films
Genre
Drama
Land
Dänemark, Schweden
Jahr
2010
FSK
ab 12 Jahren
Länge
117 min.
IMDB
IMDB
Homepage
http://www.ineinerbesserenwelt-film.de
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
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Drama über Ursache und Wirkung von Gewalt
Anton (Mikael Persbrandt) arbeitet mehrere Monate im Jahr in einem kenianischen Flüchtlingslager, wo er täglich Menschenleben retten muss. Das eigene Leben in der dänischen Heimat hat der Arzt dagegen weniger im Griff. Von seiner Frau Marianne (Trine Dyrholm) lebt er seit einiger Zeit getrennt, worunter vor allem Sohn Elias (Markus Rygaard) leidet. Der ist dadurch oft auf sich allein gestellt.

Dabei hätte der Zehnjährige die Aufmerksamkeit seiner Eltern bitter nötig. Der sensible Junge gilt er als Außenseiter und wird von seinen Mitschülern ständig gemobbt. Seinen einzigen Freund findet er in dem in sich zugezogenen Christian (William Jøhnk Nielsen), der nach dem Tod der Mutter alleine mit seinem Vater Claus (Ulrich Thomsen) lebt. Der unerschrockene Junge hat den schmerzhaften Verlust noch nicht überwunden und will aktiv gegen die Ungerechtigkeit in der Welt vorgehen. Viel zu spät merken die mit sich selbst beschäftigten Eltern, wie ihre Kinder immer tiefer in einen Strudel der Gewalt geraten.
Nach dem Hollywood-Drama "Things We Lost in the Fire" dreht Regisseurin Susanne Bier wieder in ihrer dänischen Heimat. Für "In einer besseren Welt" arbeitet sie erneut mit Anders Thomas Jensen ("Adams Äpfel") zusammen. Aus der Feder der beiden Filmschaffenden stammt unter anderem das Drama "Nach der Hochzeit", das 2007 für den Oscar als bester fremdsprachiger Film nominiert wurde. Mit großen Ambitionen geht Bier auch an dieses Werk heran, das eine clever gestrickte Geschichte mit mehreren Handlungssträngen erzählt.

Im Mittelpunkt stehen die Mitglieder zweier Familien, deren Probleme viele Ursachen haben: Scheidung, Tod eines Elternteils, die komplizierte Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern, Mobbing in der Schule und Gewalt in unterschiedlichen Formen gehören dazu. Trotz dieser Themenvielfalt ist es Bier gelungen, einen roten Faden zu spinnen. Denn welchen Widrigkeiten die Figuren auch ausgesetzt sind, letztendlich müssen sich Eltern wie Kinder im entscheidenden Moment mit der Frage auseinandersetzen, wie sie im Angesicht der Ungerechtigkeit ihre Haltung bewahren können. Ist die Situation mit friedlichen Mitteln zu lösen oder liegt der einzige Ausweg in der Ausübung von exzessiver Gewalt? Bier bietet verschiedene Lösungsansätze auf diese existentielle Frage, überlässt die Beantwortung aber letztlich dem Publikum. Dabei sind die persönlichen Konflikte der Figuren bewegend und nachvollziehbar dargestellt, was ebenso für das Spiel der Darsteller gilt. Besonders die beiden jungen Mimen William Jøhnk Nielsen und Markus Rygaard verkörpern ihre jeweiligen Rollen mit großer Intensität. All dies macht "Hævnen" zu einem wirkungsvollen Werk, das noch lange nach dem Ansehen im Gedächtnis bleibt.
Tobias Röhring/Filmreporter.de
Elias (Markus Rygaard) leidet unter der Trennung seiner Eltern und insbesondere der Abwesenheit seines Vaters Anton (Mikael Persbrandt), der immer...
 
In ihrem Drama setzt sich die dänische Regisseurin Susanne Bier mit der Ursache und Wirkung von Gewalt auseinander. Herausragende Schauspieler...
Universum Film
In einer besseren Welt
2022