NFP marketing & distribution
O Beautiful Night (2019)

O Beautiful Night

Originaltitel
O Beautiful Night
Alternativ
Doch wir lächeln zurück
Genre
Komödie
Land /Jahr
Deutschland 2019
 
89 min
Medium
Kinofilm
Kinostart
20.06.2019 ( Kino Deutschland ) bei NFP marketing & distribution
Regie
Xaver Böhm
Darsteller
Noah Saavedra, Marko Mandic, Vanessa Loibl, Gerhard Bös, Peter Cloes, Adrian Sical Ernst
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
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Hypochonder erlebt letztes Abenteuer mit dem Tod
Juri (Noah Saavedra) ist ein Hypochonder, wie er im Buche steht. Mit jeder tatsächlichen oder doch eher eingebildeten körperlichen Beschwerde wähnt er sich dem Grabe näher. Gerade glaubt er, sein Herz mache nicht richtig mit. Und als ihm dann auch noch der Rabe einen Besuch abstattet, der sich in einem Traum an seiner Blutpumpe vergriffen hat, gerät Juri vollends in Panik. Er flieht aus seiner Wohnung und landet in einer Spelunke. Als er hier einen Mann trifft, der als Tod (Marko Mandi?) vorstellig wird, besteht für den Hypochonder kein Zweifel mehr: Sein letztes Stündlein hat geschlagen.

Bevor er das Zeitliche segnen soll, bittet Juri Gevatter Tod um eine Gnadenfrist. Noch einmal will er eine wilde Nacht erleben. Zusammen mit dem Sensenmann reist Juri durch die Nacht. Sie erleben Abenteuer, begegnen in den Absteigen der Stadt den seltsamsten Gestalten und reden über Sinn und Unsinn des menschlichen Daseins. Zu dem Bunde gesellt sich im Lauf der Stunden eine Dritte, Nina (Vanessa Loibl) nämlich, in die sich Juri seit der Begegnung in einer Nacktbar Hals über Kopf verliebt hat. Ist es Liebe für wenige Stunden? Oder lässt der Tod, dem man bekanntlich nicht entrinnen kann, doch noch einmal Gnade walten?
"O Beautiful Night" ist das Regiedebüt Xaver Böhms. Der junge Filmemacher macht sich nach seinem Studium am London College of Communication und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee mit ambitionierten Animationsfilmen einen Namen. Sein Abschlussfilm "Roadtrip" wird auf mehr als 100 Festivals gezeigt, wo er auch so manchen Preis abräumt. Ob Böhm an Hypochondrie leidet, sei dahingestellt, die Auseinandersetzung mit dem Tod hat er mit seinem Protagonisten allemal gemein, wie er in einem Interview angibt. Er sei ein Mensch, der nicht gerne alleine sei, daher resultiere seine Angst vor dem Tod, so Böhm.

Sein Spielfilmdebüt dreht Böhm im Geiste des US-amerikanischen Independent-Films, allen voran das Werk Jim Jarmuschs und Paul Thomas Andersons, sowie der Filme Maren Ades und des jungen Wim Wenders. Von Ades Meisterwerk "Toni Erdmann" ist "O Beautiful Night" auch in produktionstechnischer Hinsicht nur ein Steinwurf entfernt. Auch Böhms Film wird vom Filmstudio Komplizen Film produziert.

Vor allem will Böhm mit seinem Spielfilmdebüt einem Kino frönen, wie er sagt, das einerseits wie ein 'romantisches, üppiges Märchen' daherkommt, andererseits trotzdem 'ein Bein auf dem Boden behält und relevante, schwere Themen behandelt.' Der Regisseur nennt diese Art von Film auch 'eine nostalgische Zuwendung zur prädigitalen Zeit', die er mit so manchem Zeitgenossen gemeinsam habe. Daher der Grund, warum auffällig viele 'zeitgenössische Filme' in den 1980er Jahren angesiedelt seien, so Böhm. In dieser Dekade würde man schließlich noch Schauplätze, Songs, Lichter und Dinge finden, die 'nicht aus Plastik gemacht' seien.
NFP marketing & distribution, Komplizen Film, Jieun Yi
Videoclip:
Juri (Noah Saavedra) ist ein Hypochonder, wie er leibt und lebt. In einer Spelunke begegnet er... 
Galerie:
"O Beautiful Night" ist das Regiedebüt Xaver Böhms.
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2021